Berlin - Ein Garten

Wer das Engelbecken und das gesamte Gartendenkmal Luisenstädtischer Kanal liebt, der mag auch die zahlreichen weiteren gestalteten Parks und Schmuckplätze Berlins bewundern.

Diese rbb-Dokumentation von Sabine Carbon aus dem Jahr 2011 haben wir für Sie aus unserem Archiv geholt. Der überaus interessante Film führt uns gemeinsam mit Klaus von Krosigk, dem damaligen Gartenbaudirektor Berlins, in einem Bus voll mit Freunden der Gartenbaukunst durch die Stadt zu zahlreichen grünen Welten der Erholung - jede für sich mit einem eigenen ästhetischem Konzept.

Erstaunlich, was in den 90er Jahren möglich war, als Grün-Projekte noch von heute auf morgen umgesetzt werden konnten.

Eingefügt in die Doku sind Szenen aus Interview-Nachdrehs sowie interessantes Archivmaterial. Auch unser Bürgerverein kommt zu Wort.

Sehen Sie sich hier den Film an. Und auch für weitere Informationen bitte ...

fraenkel flyer 1

UPDATE nach der Wahl

Der Bürgerentscheid gegen die Umbaupläne erhielt nicht die erforderlichen 20.000 Ja-Stimmen. Nur 12.833 Bürger votierten dagegen, 187.000 der Wahlbrechtigten taten es nicht. Klarer Sieg.

Mitte 2017 sollen die Arbeiten beginnen: das Fraenkelufer am Landwehrkanal soll barrierefrei werden, mit breiteren Wegen, Sitzmöglichkeiten und Fahrradbügeln. Ein Traum wäre es, wenn an der ehemaligen Einmündung des Luisenstädtischen Kanals in den Landwehrkanal  eben genau dieses städtische Denkmal wieder deutlich sichbar gemacht wird. Mit einer durchgehenden Parkanlage und Wanderwege bis zur Spree...

Tafel Luisenstädtischer Park Schmierereien 2016
Wieder hat es in der Luisenstadt wertvolle Geschichts-Tafeln getroffen. Zerstört am Eingang des Rosengartens. Beschmiert im Luisenstädtischen Kirchpark. Bitte, bitte ... Bürger, achtet auf Eure Grünanlagen. Und hindert mutwillige Zerstörer an ihrem Werk, vielleicht durch einfaches Ansprechen.
Bild oben: Volker Hobrecht vom Bürgerverein Luisenstadt beseitigt in einer persönlichen Aktion an einem Sonntag im Februar die bösartigen Grafitti-Schmierereien. Bild unten: Die Glasscheibe muss ersetzt und die Tafel schnellestens wieder geschützt werden. Wer bezahlt`s?

Engel Michael 535

Das Standbild des Erzengels Michael  steht auf dem Glockenturm der St. Michaelkirche. Dort steht die 4 Meter hohe Skulptur des Bildhauers August Kiß seit Fertigstellung des Kirchbaus 1856: Michael mit hochgereckten Flügeln tötet mit dem Kreuz den zu Füßen liegenden Drachen.
Errichtet wurde die katholische St. Michaelkirche durch den Architekten August Soller, einem Schinkelschüler.

Schwanenhaeuschen Rettung 2015

Heute, am Montag, den 18. August 2015, wurde das wiederholt umgekippte Entenhäuschen am Engelbecken in der Luisenstadt von freiwillig helfenden Anwohnern in einer beherzten Aktion wieder aufgerichtet.

Genutzt wird das Entenhäuschen vorzugsweise von dort lebenden Schildkröten, die sonst kaum eine Möglichkeit haben, mal irgendwo aus dem Wasser zu klettern. Obendrauf sitzt dann häufig ein Graureiher und vervollständigt das Bild zufällig ;-).

Mehr und ein Filmtipp für den September: Dokumentartfilm "Engelbecken" in der Brotfabrik ...

schwanenhaus aufstellung collage
Vielleicht haben Sie es gar nicht mitbekommen - und die Tat gesehen hat wohl auch niemand - aber am Himmelfahrts-Wochenende 2014 haben mal wieder offensichtlich testosteron-gesteuerte Jugendgruppen unser schönes, historisch nachgebautes Schwanenhäuschen im Engelbecken geentert und gekentert!
Der Bürgerverein und seine Freunde beugt sich jedoch keinesfalls diesem Vandalismus, der leider in schöner Unregelmäßigkeit immer wieder passiert.

In einem wahren, gemeinschaftlichen Kraftakt wurde das Schwanenhäuschen wieder in seine Position gebracht und gesichert. Schauen Sie sich unser aktuelles 360° Grad Panorama Foto vom Engelbecken bis zum Michaelkirchplatz an ...

Am Pfingstsamstag, den 7. Juni 2014, lief im rbb Berlin in der Reihe HEIMATJOURNAL erstmalig eine ganze Folge mit dem Thema "Der Luisenstädtische Kanal und seine Umgebung".heimatjournal mediathek screenshot

Das Konzept dieser empfehlenswerten Sendereihe sieht vor, jeweils auch einige Anwohner des Kiezes zu Wort kommen zu lassen. Und das sind in dieser Sendung Dr. Klaus Duntze, Volker Hobrack (Bild), Ina Stengel und Elisabeth Masé (alle Bürgerverein Luisenstadt). Weitere Protagonisten aus der Luisenstadt sind der alteingessene Kuchenkaiser, Susanne Müller von "44 Spaces", Ute Langkafel von Mai.Foto und Naciye Kilic in ihrer Chocolateria.

Aufgenommen am 4.4.2013 Wer kennt die Szenen nicht, wenn bei schönem Wetter am Engelbecken, die kleinen Kinder Steinchen (Handvoll) ins Wasser schmeißen. Lustvoll. Papa oder Mama freuen sich mit den Lieblingen. In der Nacht zum Donnerstag waren große Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene da und schmissen Tische, Stühle und Bänke in das Wasser. Lustvoll, vielleicht.

Der Luisenstädtische Kanal wurde seit 1845 gebaut. Er wurde in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme angelegt und 1852 eingeweiht. Der Kanal erfüllte damals zwei Funktionen: erstens entwässerte er das durch Spreehochwasser bedrohte Umfeld und zweitens diente er als Transportweg für den neu entstehenden Stadtteil. Die Redensart „Berlin ist aus dem Kahn gebaut“ trifft hier wirklich exemplarisch zu. Mit den so genannten „Kaffenkähnen“ schaffte man alles Baumaterial heran, vom Mauerstein bis zu Sand und Kalk für Mörtel, vom Deckenbalken bis zur Schüttung vom Pflasterstein bis zum Kantstein. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war die Bebauung seines Einzugsgebietes jedoch abgeschlossen. Und immer mehr erwies sich das brackige Kanalwasser als übel riechendes Ärgernis.

Also verfüllte man ihn, teils mit dem Schutt der neuen U-Bahnlinie, und der reformbewegte Gartenplaner Erwin Barth erhielt schließlich den Auftrag zur Umgestaltung in eine Gartenanlage. 1929 war die Einweihung. Der extrem dicht besiedelte Stadtteil hatte eine Oase, Kinder geschützte Spiel- und Freiräume und Erwachsene ihre Orte der Erholung.

Natürlich blieb diese Idylle vom Zweiten Weltkrieg nicht verschont, doch der schlimmste Schaden entstand ihr 1961 durch die Teilung der Stadt. Wo der Kanalzug die Bezirksgrenze zwischen Kreuzberg und Mitte markierte, errichtete die DDR die Mauer; man verfüllte und planierte ihn und schnitt auch hier Luisenstadt entzwei. Krasser konnte der Funktionsverlust nicht ausfallen: vom Verkehrsweg zum Sperrgebiet, vom Erholungsgebiet zur Wüste.

Auf Kreuzberger Seite war der Kanalzug noch sichtbar, führte allerdings ein (Mauer-) Schattendasein. Bezirk und IBA taten in den 1980er Jahren das Mögliche um ihn behutsam zu sanieren oder ihm eine Kur zu verpassen, die dem Zeitgeist entsprach. Die markanteste Umgestaltung geschah an seinem südlichen Ende.

Nach dem Fall der Mauer taten sich jedoch ganz neue Perspektiven auf. 1991, in einer „Hauruck-Aktion“ wie sie nur in Zeiten des Umbruchs passieren kann, pflanzten Bezirk und Umweltsenat die Lindenreihen entlang des Bethanien-, Engel-, Leuschner- und Legiendammes. Danach war die andere Option, nämlich Ausbau zur großen Ost-West-Autotrasse, aus der Welt geschafft.

In Sondierungsgrabungen mit der Gartendenkmalpflege entdeckte man einen Großteil der Kaimauern, aber auch große Teile von Treppen-, Brunnen und Beckenanlagen. Es folgte die mutige Entscheidung für eine Rekonstruktion des Rosengartens und des Immergrünen Gartens, dann des Waldpflanzengartens und des Engelbeckens. Weiteres erfahren Sie in den folgenden Abschnitten oder noch besser - bei einem Spaziergang durch den Ehemaligen Luisenstädtischen Kanal.

 

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Cover Die LuisenstadtLange vergriffen, wie haben es erneuert und wiederaufgelegt.. Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung - Haben Sie es schon? - Mehr Info eisfabrik neuNeu: Unsere Broschüre zur Geschichte der Eisfabrik: "Die Eisfabrik - gestern · heute · morgen".Viele, teils farbige Abbildungen. Erschienen September 2019. Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

Historischer_Pfad_Leseprobe
Unsere Geschichts-Broschüre
"Ein historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel". Viele Abbildungen mit erläuternden Texten - Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

-> Weitere Publikationen zur Luisenstadt


NEU Luisenstadt - Unser Veranstaltungsprogramm von August bis Oktober 2020

Wir sind wieder da!
Unser Veranstaltungsprogramm für die Monate August bis Oktober 2020


Das Programm wird organisiert von der AG Geschichte. Die Verteilung der gedruckten Flyer erfolgt in Ihrer Nachbarschaft ab Mitte Juli 2020.

Terminübersicht:

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Neuerscheinung: Jürgen Enkemann - Kreuzberg. Das andere Berlin.

Unsere von der AG Geschichte geplante Buchvorstellung mit Jürgen Enkemann am 15. April 2020 bei Bona Peiser musste ja leider aus Gründen abgesagt werden.

Inzwischen hat der Autor eine Online-Buchvorstellung zum "Jubiläum 100 Jahre Entscheidung für Großberlin" produziert, die hier (siehe auch unten) nachgeschaut werden kann. Das Buch ist mittlerweile im Handel erhältlich.

Und Frauke Mahrt-Thomsen, Mitglied unseres Bürgervereins seit der Gründung 1991, hat sich das Buch genauer angeschaut. Frauke verfasste folgende

Rezension

Jürgen Enkemann beginnt sein Buch mit der Reflexion über die jahrzehntelange Wahrnehmung des Bezirks als "Aussteiger-Mekka", als Refugium der Nicht-Angepassten, als "Mythos Kreuzberg".

Auch wenn in der Nachwendezeit dieser Mythos etwas zu verblassen droht, so ist nach Meinung des Autors von der Widerständigkeit des Bezirks gegen undemokratische, autoritäre, menschenfeindliche Entwicklungen vieles geblieben, was ihn weiterhin zu dem "anderen" Berlin macht.

Das erste Kapitel widmet der Autor der Vorgeschichte Kreuzbergs im 19. Jahrhundert, der Entstehung des Namens und den Entwicklungsphasen der Territorien, aus denen der Bezirk später - bei der Bildung von Groß-Berlin im Jahre 1920 - gebildet wurde. Er nennt Beispiele für eine "kreuzbergspezifische Widerständigkeit", die bereits von den 20er bis zu den 50er Jahren zu erkennen war.Aktuell


AKTUELL - Ankündigung unserer AG Geschichte:

Kreuzberg - Das andere Berlin: Alternativ, nonkonform, multikulturell
Buchvorstellung durch den Autor Jürgen Enkemann

Am Mittwoch 7. Oktober 2020, 19.00 - 20.30 Uhr in den Bona Peiser Sozio-kulturelle Projekträumen (mehr hier)


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NEU Juni 2020: ecke köpenicker No. 2 erschienen

Die ecke No. 2 für Juni 2020 mit den Schwerpunkten Corona und Corona-Hilfen, Stadtgeschichte, Bürgerverein und Museen informiert aktuell und auch mit Hintergrund-Infos zu weiteren Themen:

  • "Eltern oft vom Home-Schooling überfordert" - Wie das Kinderzentrum Ottokar auf die Krise reagiert
  • Rausgehen und in Bewegung bleiben!" - Die Volkssolidarität rät dazu, jetzt nicht einzurosten
  • Beratung und Hilfe im Kiez - Wohin Sie sich auch in Zeiten der Corona-bedingten Beschränkungen wenden können
  • Nachrichten vom Bürgerverein Luisenstadt
    Der Bürgerverein Luisenstadt bleibt trotz Corona weiter aktiv, auch wenn viele Vor-Ort-Termine oder Zusammenkünfte vorerst verschoben werden mussten. Dafür wird auf der Website des Bürgervereins www.Buergerverein-Luisenstadt.de wie bisher auch ausführlich über das aktuelle Geschehen in der Luisenstadt informiert (Liebe ecke, danke für den Support. Dein Bürgerverein)
  • Museum digital - Auch das Märkische Museum präsentiert online viele interessante Objekte, Sammlungen und Angebote
  • Von Mähren und Reitern - Chronik der Stallschreiberstraße
  • Wildbienen auf Balkonien - Der NABU gibt Tipps, wie man seinen Balkon zum Bienenparadies machen kann
  • Aus dem Bezirk Mitte
    Corona: ein Ratgeber - Adressen, Telefonnummern, Öffnungszeiten, Bürgerämter
  • "Die Mitarbeiter haben Überragendes geleistet" - Mittes Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe im Gespräch über die heiße Pandemie-Phase, den Einsatz des Gesundheitsamts, Hotspots und Tourismus
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Aktion für unsere Alltagshelden: Spendenaufruf "Aktion Dankeschön"

EIN DANKESCHÖN AN UNSERE ALLTAGSHELDEN

in den Super- und Drogeriemärkten, den Apotheken und Pflegediensten.

Macht mit und spendet über den Bürgerverein Luisenstadt e.V.

Am einfachsten spenden können Sie über die Spendenplattform "betterplace.org":

Hier geht es zu unserem Spendenprojekt, dort finden Sie auch zahlreiche weitere Informationen:

www.betterplace.org/de/projects/80987

Es gibt bei betterplace.org zahlreiche Spendenkanäle (Banken). Sie erhalten umgehend eine Bestätigung und können den Projektfortschritt per eMail-Nachrichten verfolgen. Auch können Sie "Fan" werden und die Spendenaktion an Freunde und Familie weiterempfehlen. Vielen Dank schon mal an dieser Stelle für Ihre Spendenbereitschaft.
Hinweis: betterplace.org lässt sich selbst mit einem kleinen Aufschlag für den Service belohnen.

Oder nutzen Sie den konventionellen Weg per Überweisung auf unser Sonderkonto:

IBAN: DE27 1009 0000 5766 6540 12
BIC: BEVODEBB
Bank: Berliner Volksbank

Verwendungszweck „Aktion Dankeschön"

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Nun immer wieder sonntags: Wasser für die Bäume am Heinrich-Heine-Platz

Es geht wieder los

Unsere AG Grün für Luise hat schon Standrohre zum Anzapfen der Hydranten besorgt und wird am Sonntag, den 3. Mai 2020 um 18 Uhr mit den Baumgieß-Aktionen auf dem Heinrich-Heine-Platz beginnen.

Im vergangenen Jahr haben wir auf dem Michaelkirchplatz, rings um die St. Michaelkirche, Bäume und Pflanzen gewässert. Um das in diesem Jahr regelmäßiger und organisierter tun zu können, haben wir beim Bezirk Mitte Fördermittel für die Anschaffung einer Gerätebox beantragt und auch erhalten.

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Buch und Video: Vor 100 Jahren wurde die historisch gewachsene Luisenstadt geteilt

"Kreuzberg - das andere Berlin"

In allerletzter Minute vor dem Erinnerungstag "100 Jahre Groß-Berlin" ist es dem Autor Jürgen Enkemann gelungen, mit Unterstützung des Vereins Möckernkiez e.V. ein Youtube-Video zu produzieren zur Vorstellung seines neuen Buch über 'Kreuzberg - das andere Berlin', das nun noch im Laufe des Mai 2020 beim Verlag für Berlin und Brandenburg erscheint.

Das Video finden Sie unten in diesem Beitrag direkt zum Anschauen.

Am 27. April vor 100 Jahren wurde das Groß-Berlin-Gesetz beschlossen, das am 1. Oktober 1920 in Kraft trat und neue Bezirksbildungen festlegte, so z.B. die Bildung des Bezirks Kreuzberg (zunächst noch unter anderem Namen) unter Aufteilung der historisch gewachsenen Luisenstadt auf Mitte und Kreuzberg.

Das Buch enthält neben vielen Texten und Bildern über die alternative Kreuzberger Szene auch einen Beitrag über den Bürgerverein Luisenstadt mit zwei Fotos von Michael Hughes über die Gründungsversammlung.

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