Am Pfingstsamstag, den 7. Juni 2014, lief im rbb Berlin in der Reihe HEIMATJOURNAL erstmalig eine ganze Folge mit dem Thema "Der Luisenstädtische Kanal und seine Umgebung".heimatjournal mediathek screenshot

Das Konzept dieser empfehlenswerten Sendereihe sieht vor, jeweils auch einige Anwohner des Kiezes zu Wort kommen zu lassen. Und das sind in dieser Sendung Dr. Klaus Duntze, Volker Hobrack (Bild), Ina Stengel und Elisabeth Masé (alle Bürgerverein Luisenstadt). Weitere Protagonisten aus der Luisenstadt sind der alteingessene Kuchenkaiser, Susanne Müller von "44 Spaces", Ute Langkafel von Mai.Foto und Naciye Kilic in ihrer Chocolateria.


Wer die Sendung versäumt hat, kann diese jederzeit in der Online Mediathek des rbb Fernsehen anschauen (siehe auch Link unten).

Kurzbeschreibung
Luisenstädtischer Kanal und Kiez gestern und heute
Fotografie und Miteinander auf der Straße und im Kunstraum
Kult und Geschichte bei Kuchenkaiser und am Engelbecken
Moderation: Carla Kniestedt

Beschreibung (Sendertext)
Luisenstädtischer Kanal und Kiez gestern und heute.

1852 wurde der Kanal eröffnet. Der Bau war nicht ohne. Aber es gab jetzt eine Verbindung zwischen Spree und Floßgraben, heute Landwehrkanal. Man brauchte den Kanal, um Baumaterial in die wachsende Metropole zu bringen. Als die Luisenstadt fertig war, verlor er seine Bedeutung und bekam eine neue Bestimmung als Park in den 1920er-Jahren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die tiefer gelegen Abschnitte der Gartenanlage mit Trümmern aufgefüllt. 1961 wurde der nördliche Teil im Bezirk Mitte zum Todesstreifen.
Heute ist die Gegend eine beliebte Wohngegend, eine Multikulti-Welt an einer grünen Lunge.

Themen
Fotografie und Miteinander auf der Straße und im Kunstraum.

Das Ziel von Fotokünstlerin Ute Langkafel ist es, Kunst und Kiez zusammenzubringen. Ihre Galerie zeigt Bilder, die den Blick auf vertraute und unbekannte Metropolen richten. Zur Zeit sind in der öffentlichen Galeriemeile Bilder der klassischen Gastarbeiter-Route Berlin-Istanbul zu sehen. Seit Jahren arbeitet die Fotografin in Kreuzberg und entwickelt zusammen mit dem Verein Kunstasphalt Konzepte zur "interkulturellen Kommunikation". Sie hängen die Bilder einfach auf die Straße.

Kult und Geschichte bei Kuchenkaiser und am Engelbecken.

Kuchenkaiser ist eine Institution am Kreuzberger Oranienplatz. Das einstige Traditionsunternehmen existiert an alter Stelle. 1866 gründete Konrad Kaiser seine Firma Kuchen-Kaiser und beschäftigte zeitweilig über 100 Personen. 1890 übernahm Eugen Fluß das Geschäft. Otto Reuter beschreibt Kuchenkaisers Buden in dem Gedicht "Jahrmarktsrummel". Für den Heinz-Rühmann-Film "Kleider machen Leute" wurde eine originale Kuchen-Kaiser-Torte in Szene gesetzt. Faktotum Manu Greitemann plaudert aus dem Nähkästchen.
 
Zusätzliche Information
Die Kieze in Berlin, die wunderschönen Landschaften Brandenburgs, kuriose Geschichten und die Lust am Entdecken machen einfach gute Laune. Carla Kniestedt und Ulli Zelle sind für Sie unterwegs in Berlin und Brandenburg.

Mehr Informationen

zur Folge "Am Luisenstädten Kanal" auf der redaktionelle Seite des rbb:
www.rbb-online.de/.../carla-kniestedt-ist-in-berlin-unterwegs-am-luisenstaedtischen-kanal
Ausführlich beschrieben und verlinkt sind hier auch die Adressen der Protagonisten am Ende der Seite.

Homepage des HEIMATJOURNALs
www.rbb-online.de/heimatjournal
Wöchentlich wechselnd werden Berliner und Brandenburger Orte vorgestellt.

Die HEIMATJOURNAL-Folge "Am Luisenstädtischen Kanal" in der Mediathek anschauen:
Mediathek.rbb-online.de/.../carla-kniestedt-ist-in-berlin-unterwegs-am-luisenstaedtischen-kanal

Es ist ein beglückendes Gefühl, Bücher machen zu können …

Gespräch mit Wieland Giebel, Leiter des Berlin Story Verlags, am 23.6.2021

BVL:    Unter dem Dach Berlin Story sind vielfältige Aktivitäten zur Geschichte Berlins zu finden: Seit 1997 bis 2016 Buchladen und Museum mit diversen Ausstellungen an verschiedenen Standorten Unter den Linden, seit 2014 der international bekannte Bunker mit Museum in Kreuzberg sowie der Berlin Story Verlag. Er hat seit 2015 seinen Sitz in der Luisenstadt, am Leuschnerdamm 7 mit Blick auf das Engelbecken.

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Video: Die Allianz Neue Waisenbrücke fordert die Fertigstellung bis 2025

Der Brückentag am 14. Mai 2021 – organisiert durch die Allianz Neue Waisenbrücke – wurde nun filmisch dokumentiert.

Im Youtube Channel des Stadtmuseums ist das 3:35 Minuten kurze Video veröffentlicht und trägt den Titel "Neue Waisenbrücke – Berlins historische Quartiere wieder verbinden":

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Verkehrsplanung für die Oranienstraße jetzt in diesem Film

Abbildung: Screenshot Youtube

Die planende STATTBAU GmbH hat im Namen und im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg einen Film zur Verkehrsplanung in der Oranienstraße online gestellt.

Der Beitrag ist Teil des umfänglichen Beteiligungsverfahrens und soll die daraus entwickelten Planungsergebnisse vorstellen.

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Fertigstellung der Laterne auf St. Thomas

Bild: Für Pfarrer Christoph Heil war eine seiner ersten Aufgaben die Segnung des Turmkreuzes beim Aufsetzen auf die Laterne am 31. März 2021 - in 55 Metern Höhe (Foto: Claudia Hertel)Weihnachts- und Winterpause erzwangen die Unterbrechung der Bauarbeiten. Die Wetterplanen wurden erst Ende Februar 2021 gelüftet für die Wiederaufnahme der Maurerarbeiten. Sie müssen allerdings zu jedem Feierabend erneut festgezurrt werden, weil immer wieder Frostnächte drohen.

Erst der März lässt längere Arbeitsperioden zu. Das sichtbare Sockelmauerwerk schließt in 3 Metern Höhe in einem dickeren Ring von Formsteinen ab. Hier endet der zweischalige Aufbau des Mauerwerks, das nun einschalig weiter aufgeführt wird.

Der Formsteinring bildet einen wulstförmigen Verzierungsring, der an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 1,68 Meter aufweist. Die Formsteine sind speziell nach den abgebrochenen Originalen gebrannt worden. Auch die zur vertikalen Verzierung hochgeführten Halbrundsteine sind nachgefertigt und den Originalen gleich. Sie bilden 12 aufstrebende Verzierungslinien, die die konische Gestaltung des Schaftes betonen.

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Leseprobe: "Der Luisenstädtische Kanal - Das Café am Engelbecken"


Foto: Archiv Bürgerverein

Auszug aus der Neuveröffentlichung “Klaus Duntze, Der Luisenstädtische Kanal; 2021”.


Ein Beitrag verfasst von Café-Betreiber Cheena Riefstahl:

KellerInnen aus 17 Nationen

Bei uns kellnern eine Techno-Lettin, ein spanischer Hip-Hopper und ein türkischer Fußballer - insgesamt sind es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 17 Nationen. Und in der Küche steht seit vier Jahren ein Flüchtling aus Afghanistan. Wenn das Team so bunt gemischt und meistens ebenso gut drauf ist, spiegelt sich das auch bei den Besuchern wider.

Wohlfühlen können sich die Besucher, weil wir ein offenes, einsehbar, ruhiges Tagescafé sind - mit Blick auf das Engelbecken und die gepflegte Parkanlage. Unser Publikum scheint nicht so homogen, wie in manchen Cafés und Kneipen in der Oranienstraße, wo sich eher gleich zu gleich gesinnt. Hier sitzt ein esoterischer Herr mit Laptop an einem Tisch und daneben eine Gruppe junger türkischer Frauen.

Durch neue Kita ganz in der Nähe kommen auch die Eltern gern hierher und werden Teil des Stammpublikums. Sonst scheinen sich in den vergangenen zehn oder eher fünf Jahren erhebliche Umschichtungen ergeben zu haben. Es wohnen jetzt mehr junge Menschen aus München oder aus Spanien und anderen europäischen Ländern hier. Sie gehören zur wohlhabenden Kategorie. Die eine oder andere Sprache zusätzlich hilft.

Aber auch die türkische Community aus der näheren und etwas weiteren Umgebung kommt gerne. Mein Kollege Akin Aydogan, mit dem ich das Café mache, und ich achten aber darauf, dass es international bleibt, dass wir nicht ethnisch zu eng werden und andere ausschließen. Vor allem aber gibt es jetzt sehr viel mehr Touristen. Sie sehen sich Kreuzberg an oder laufen den Mauerweg ab und kommen dann, um sich bei uns zu entspannen.

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Abfischung im Engelbecken alternativlos!

Abbildung aus der Präsentation der Untersuchungsergebnisse des Engelbeckens 2019/2020 (hier lesen). Quelle: BA Mitte


Update: Engelbecken - "PM des BA Mitte: "Abfischung des Engelbeckens in der 11. Woche". 11. Woche - das ist jetzt, vom 15. bis 21. März 2021!


In einem Bürgerdialog am 09.03.2021 wurde den Teilnehmern von Christian Klemz vom Umwelt- und Naturschutzamt Mitte noch einmal der Istzustand des Engelbeckens vorgestellt.

Dabei wurde sehr deutlich, dass die Schlammschicht am Boden des Beckens im wahrsten Sinne des Wortes "gefährlicher" Abfall ist (Schadstoffbelastung mit PAK- und Sulfatkonzentration sehr hoch, AGA-Zuordnungsstufe Z 2). Durch die aktuell aus dem Gleichgewicht geratene Nahrungskette von Tieren (und Pflanzen) ist eine natürliche Phosphateliminierung nicht mehr möglich.

Um das Becken vor dem Umkippen zu retten, muss durch entsprechende Maßnahmen dringend gegengesteuert werden und der externe Nährstoffeintrag durch massenweise Fütterung der Schwäne und anderer Wasservögel beendet werden.

Es gibt ein ökologisches Ungleichgewicht zwischen der Gewässergröße und der darin befindlichen Fischmenge sowie dem Friedfisch- / Beutefisch-Verhältnis. Daher erhöht sich die Schlammschicht auf dem Grund des Engelbeckens jedes Jahr um etwa einen Zentimeter.

Ziel ist es, das Gewässer wieder in das ökologische Gleichgewicht zu bringen, um mittelfristig ein drohendes Fischsterben zu verhindern.

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