Späth, Hedemann, Lehmann und weitere Persönlichkeiten
Auf dem weiteren Weg kommen wir am Erbbegräbnis Späth (12) vorbei.
Hier sind die Mitglieder der Gärtnerfamilie Späth bestattet. Franz Ludwig Späth (1839-1913) entwickelte die Gärtnerei zur größten Baumschule Deutschlands. Sein Sohn Hellmut (geb. 1885) wurde am 15. Februar 1945 im KZ Sachsenhausen ermordet.
An die Familie erinnern in Treptow die Späthstraße, die Siedlung Späthsfelde sowie das von ihr gegründete Arboretum.
An der Westseite des Friedhofs befindet sich das Ehrengrab für Heinrich Hedemann (13). H. Hedemann (1800-1872) war von 1832 bis zu seinem Tod aktiv in der Kommunalpolitik, zuletzt als Bürgermeister. Er förderte und führte auch den Vorsitz im Handwerkerverein und leitete das große Aufgabengebiet der Armendirektion. Nach ihm ist die Hedemannstraße in Kreuzberg benannt.
Auf dem Friedhof gibt es noch drei weitere Ehrengräber:
Prof. Albert Klatt (1892-1970), Maler, Professor an der Hochschule für Bildende Künste Berlin (14). Gottfried Wilhelm Lehmann (1799-1882), Kupferstecher, Gründer der ersten Baptistengemeinde in Berlin (15). Erwin Beck (1911-1988), Stadtrat in Kreuzberg (16).
Wie auf allen Friedhöfen gibt es auch hier eingeebnete Gräber bekannter Persönlichkeiten, so von Karl Friedrich von Klöden (1786-1856). Historiker, Geograph und Geologe. Erster Direktor der 1824 gegründeten Städtischen Gewerbeschule. Nach ihm wurde die Klödenstraße in Kreuzberg benannt.
Paul Langerhans (1820-1909). Arzt, Ehrenbürger Berlins. Stadtverordneter 1884-1908, seit 1893 Stadtverordnetenvorsteher. Verfechter der kommunalen Selbstverwaltung. Gründete zusammen mit Schulze-Delitzsch die Deutsche Genossenschaftsbank.
Tobias Christoph Feilner (1773-1839), Töpfer und Ofenfabrikant, befreundet mit Schinkel, der ihn in Fragen der Backsteinarchitektur zu Rate zog und ihm auch das im letzten Krieg zerstörte Wohnhaus in der nach ihm benannten Feilnerstraße in Kreuzberg entwarf.
Ludwig Wilhelm Wichmann (1788-1859), Bildhauer; schuf zwei Figurenmodelle für das Kreuzberg-Denkmal, Marmorbüste für Feilner in der Nationalgalerie. Wichmann war Fellners Schwiegersohn und versammelte nach dessen Tod weiterhin die bedeutendsten Künstler der Zeit im Fellnerhaus."
