Gustav Stresemann, Fidicin
und die Diakonissen von Bethanien

Unweit davon befindet sich auf dem Querweg das Ehrengrab für Gustav Stresemann (3). Die Ruhestätte für den ehemaligen Außenminister der Weimarer Republik ist das wichtigste Grabmal auf diesem Friedhof.
Stresemann (1878-1929) gründete 1918 die Deutsche Volkspartei, die 1923 mit der SPD die Regierungskoalition bildete. Stresemann war 103 Tage Reichskanzler und leitete danach bis zu seinem frühen Tod das Außenministerium, wo er sich große Verdienste um die Verständigung mit Frankreich erwarb.
Das Grabmal, gestaltet von Hugo Lederer, zeigt vor einer flach übergiebelten Tempelfassade einen stilisierten Scheinsarkophag mit Satteldach. Am vorderen Rand der Umgrenzung vier große Steinkugeln.
Wir gehen wieder zurück zum Hauptweg und finden hier das Ehrengrab für Ernst Fidicin (4). E. Fidicin (1802-1883) war Heimatforscher und von 1846-1878 erster Direktor des Stadtarchivs von Berlin. Er beschrieb in mehreren Werken die Geschichte Berlins und Brandenburgs und war maßgeblich an der Gründung des "Vereins für die Geschichte Berlins" beteiligt.
Unweit des Auferstehungsengels befindet sich das älteste Gräberfeld der Diakonissen von Bethanien (5).
"Gemeinsam im Leben, gemeinsam im Tod" könnte man über die Gräberfelder der Diakonissen von Bethanien sagen. Friedrich Wilhelm IV. zeichnete den Entwurf für das Marmorkreuz, das als einziges Grabmal aus dem Boden herausragt. Die Gräber selbst sind nur durch flachliegende Steinplatten gekennzeichnet.
Weitere Gräberfelder für Diakonissen befinden sich in der SO-Ecke des Friedhofs und im Vorderteil rechts vom Hauptweg. Insgesamt sind über 400 Diakonissen auf dem Luisenstädter Kirchhof begraben.
