Bürgerverein Luisenstadt e.V.

Im Eingangsbereich


Tour 9 Graeberfeld Bethanien 500

Im Eingangsbereich die 1908/09 gebaute Kapelle.

Seit einigen Jahren schon kann die syrisch-orthodoxe Kirchengemeinde "Mor Afrem" die Kapelle für ihre liturgischen Zwecke nutzen. Die Familien stammen aus der Türkei und wanderten aus wegen Bedrohung ihrer religiösen und kulturellen Eigenart als christliche Minderheit. Viele leben bereits seit den sechziger Jahren in Berlin.

Hinter der Friedhofskapelle befindet sich das Erbbegräbnis des Fabrikanten Robert Stock (1). 1887 gründete R. Stock (1858-1912) eine Firma für Telegraphenapparate in der Luisenstadt. Auf der Treptower Gewerbeausstellung 1896 führte die Firma das erste Fernmeldeamt der Welt vor. 1899 wurden daraus die "Deutschen Telefonwerke R. Stock und Co. GmbH", seit 1922 DeTeWe.

Stock war auch Sammler. Die Figur des Grabmals, die monumentale Gestalt eines Schmiedes, befand sich vorher in seiner Sammlung. Bildhauer: Gerhard Janensch.

Wir gehen den Seitenweg weiter bis zum Ehrengrab für Hans Brendicke (2). H. Brendicke (1850-1925) war Pädagoge und Heimatforscher und wirkte als Schriftführer des "Vereins für die Geschichte Berlins". Für seine Verdienste um die Erforschung Berlins wurde er mit der Fidicin-Medaille ausgezeichnet und war Ehrenmitglied des Vereins.

Berühmt waren seine Führungen durch Alt-Berlin, zu denen er im schwarzen Gehrock mit Zylinder erschien. Brendicke war auch Ehrenmitglied der deutschen Turnerschaft, worauf ein Schild auf der Rückseite hinweist.