Bisherige Aktivitäten unseres Vereins

St Thomas Cafe Krause 2019

Wer morgens gegen 6 Uhr an der St.-Thomas-Kirche vorbeikommt, wundert sich: da stehen Menschen am Nebeneingang und warten, dass sie in die Kirche dürfen.

Die Menschen, die da warten und denen man manchmal ansieht, dass sie nicht unbedingt auf der Sonnenseite unserer Gesellschaft sind, warten auf die Öffnung des "Café Krause".

Von Dienstag bis Freitag kann man zum Frühstück kommen: es gibt Kaffee, fast immer eine warme Suppe, Brot und Tee.

Im Winter dient das Café zusätzlich als Wärmestube, Freiwillige und Mitarbeiter der Johanniter bieten ein warmes Abendessen an. Die Berliner Tafel liefert die Lebensmittel.

Unsere AG Geschichte lädt Sie ein zu einem Info-Besuch das Cafés an der St.-Thomas-Kirche am Mariannenplatz

Lesung aus diesen Büchern

Unter dem Titel: "Geschichten aus der Luisenstadt" bringen wir vier spannende Szenen aus der Geschichte unserer Luisenstadt zu Gehör.

Mitglieder unseres Bürgervereins Luisenstadt werden Ausschnitte aus folgenden Büchern vorlesen:

1. Otto Leonhardt: Nicht umdrehen, nur nach vorne sehen!, in: Sven Felix Kellerhoff, Wieland Giebel (Hg.): Als die Tage zu Nächten wurden. Berliner Schicksale im Luftkrieg, Berlin 2003

2. Klaus Duntze: Der Luisenstädtische Kanal, Berlin 2011

3. Günther Lamprecht: Und wehmütig bin ich immer noch: Eine Jugend in Berlin, Köln 2000

4. Frank Eberhard: Die Geschichte der Waldemarbrücke, in: Hans-Jürgen Mende (Hg.): Die Luisenstadt, Geschichte und Gegenwart, Teil I, Die Luisenstadt von A bis Z, Berlin 2002

Kommen Sie am Samstag, den 18. Mai 2019, frühzeitig gegen 18 Uhr in die ehmalige Bona-Peiser-Bibliothek und sichern Sie sich einen guten Platz.

Mariannenplatz und Umgebung

Uli Fluß vom Bürgerverein Luisenstadt führt wie immer sehr unterhaltsam durch die Luisenstadt-Süd, das alte Kreuzberg SO 36.

Die Stationen der Führung

•  Feuerwehrbrunnen von Kurt Mühlenhaupt und Feuerwehrdenkmal
•  Muskauer Straße: eine typische Straße nach Entwürfen von Peter Joseph Lenné
•  Wrangelstraße und Wrangelkaserne
•  die Nürtingen-Grundschule und Baustadtrat Blankenstein
•  das Denkmal für jugendliche Luisenstädter Opfer des 1. WK
•  St. Thomas-Kirche: die zweitgrößte Kirche Berlins
•  das Rauchhaus: eines der ersten besetzten Häuser Kreuzbergs
•  Bethanienkrankenhaus mit Fontane-Apotheke und Wilms-Denkmal

Termin und Treffpunkt ... bitte weiterlesen ...

Landauer Broschüre

Die Geschichte der Luisenstadt ist untrennbar mit der Entwicklung der Arbeiterbewegung verbunden. Kaum bekannt ist aber, dass hier neben Sozialdemokraten und Gewerkschaftern kontinuierlich auch libertäre, anarchistische Gruppen wirkten.

Eine herausragende Gestalt dieser frühen libertären Bewegung in Deutschland war Gustav Landauer (1870-1919). Er war ein überaus produktiver und hoch angesehener Schriftsteller, Kulturphilosoph, Übersetzer, Vortragsredner und politischer Antipolitiker. Heute ist Landauer vor allem für die kurze Phase seines Wirkens während der Revolution von 1918/19 und seine Beteiligung an der ersten Münchner Räterepublik bekannt.

Die längste Phase seines Schaffens verbrachte Landauer jedoch in Berlin.

Warum Nazi - Buch Cover

Wer sich fragt, wie es möglich wurde, dass das verbrecherische Nazi-System überhaupt an die Macht kommen konnte, sollte dieses Buch lesen.

"In diesem Buch geht es um die große Menge kleiner Nazis."

Die Sammlung von Berichten des amerikanischen Professors polnischer Abstammung, Theodore Fred Abel, ist einmalig, sie ist die wertvollste Primärquelle zur Frage, warum Menschen zu Nazis wurden.

Tauthaus 1

Am 30. Januar 2019 hat die Arbeitsgruppe Schaufenster des Taut-Hauses am Michaelkirchplatz zu einer Vernissage eingeladen:

Die großen Schaufenster im Erdgeschoß zeigen nun eine Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses und zu den Brüdern Max und Bruno Taut, den Architekten desselben.

Mehr als 10 Jahre hatte das ehemalige Gewerkschaftshaus wegen Bauschäden leergestanden, bevor aufwendige Sanierungsarbeiten begannen und die ersten Bewohner vor ca. 6 Jahren einziehen konnten. In der Autonomen Szene wurden die neuen Bewohner als Gentrifizierer eingestuft  und schon bald setzten die ersten Aktionen gegen das Haus ein:

Als “Kritik am Luxusobjekt” wurden mehrmals die großen Schaufenster im Erdgeschoß zur Zielscheibe von Steine- und Farbbeutelwerfern, Baustellenabzäunungen wurden in unmittelbarer Nähe des Hauses in Brand gesteckt.

Mopo Litfass

Update: Nun hat auch die Berliner Morgenpost das Thema entdeckt. Aber leider wohl viel zu spät, um auch nur ansatzweise die Zerstörung eines Teils Berliner Stadtgeschichte zu verhindern.

Unser Vorstand Volker Hobrack gab dennoch der Zeitung einige Statements für den Bericht ab:

"Irrsinnig sei das, schimpft Volker Hobrack. Da werde mit einem Handstreich Berliner Stadtgeschichte liquidiert. Hobrack kann sich richtig darüber aufregen. Der Vorsitzende des Bürgervereins Luisenstadt in Kreuzberg, sagt: „Man kann doch niemandem erklären, dass ein weiteres Stück Berliner Geschichte abgebaut wird, weil zwei Unternehmen sich nicht einigen können, und die Politik die Augen verschließt.

...

„Die Litfaßsäule“, sagt Hobrack, „die ist Berlin!“ Genau wie die typischen Gaslaternen, ebenfalls bedroht, und die sogenannten Schweinbäuche – die einen Meter breiten Granitplatten bilden das Herzstück der Berliner Fußwege. Erhaltenswert findet Hobrack das alles. „Die Stadt wird zugenagelt mit Werbetafeln, und die historischen Säulen müssen gehen“, sagt er. „Mir geht da der Hut weg!“

Filzauslage

Ein doppelter Werkstattbesuch am Mariannenplatz: Die Werkstatt für Filz und die Werkstatt für klassische Gitarren

Die Technik des Filzens wurde vor Tausenden von Jahren vermutlich von Hirten entwickelt, um sich dank der wärmeausgleichenden und wasserabweisenden Eigenschaften des Filzes über das Jahr gegen Kälte, übermässige Wärme und Nässe zu schützen.

Die Malerin Elisabeth Schwarz hat vor vielen Jahren ihre Leidenschaft für diese uralte Technik entdeckt und stellt in ihrer Werkstatt mit unbegrenzten Möglichkeiten farbenreiche und kunstvolle Gegenstände aus Filz her.

In der gleichen Werkstatt arbeitet der Instrumentenbauer Michael Batell. Aus Edelhölzern wie Palisander, Ebenholz und Zypresse baut er für profesionelle Musiker hochwertige Konzert- und Flamencogitarren, wobei traditionelle Ästhetik und Design und moderne und oft innovative Herstellungstechniken miteinander harmonieren.

Beginenhof Collage

Sozialwissenschaftlerin und Historikerin Dr. Gisela Notz erzählt uns anhand des Beispiels Beginenhof von der Idee des selbstbestimmten Wohnens in der Stadt. Der Beginenhof in Kreuzberg - ist ein Haus für viele Frauen.

Die Idee entstand in Berlin vor vielen Jahren. Damals lebten schon ca. 600.000 alleinwohnende Frauen in der Stadt. Viele konnten sich vorstellen, gemeinsam mit anderen Frauen ein Haus zu beziehen. Nach langjähriger Vorarbeit konnte dann ab Oktober 2007 der Beginenhof am Erkelenzdamm bezogen werden.

In dem ansprechend geschwungenen und lichtdurchfluteten Gebäude wohnen 53 Frauen (und vier angehörige Männer) zwischen Ende 20 und über 80 Jahren in einer Wohneigentümergemeinschaft (WEG).

Das tägliche Leben organisieren sie selbstverwaltet. Der ursprünglichen Idee entsprechend sollen Wohnungen ausschließlich an Frauen verkauft/vermietet werden.

 

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