• Nachlese über die gelungene Ehrung von zwei herausragenden Frauen

    Ansprache von Ronald Pieper vom Bürgerverein Luisenstadt zur Einweihung der Gedenktafel für Thiede und Peiser vor dem ver.di-Gebäude.

     

    Foto:Beate Leopold 

    Sehr geehrter Herr Werneke, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde des Bürgervereins Luisenstadt, liebe Gäste!

    Dem Dank Herrn Wernekes an die beteiligten Personen, die an der Realisierung der Gedenktafel mitgewirkt haben, möchte ich mich im Namen des Bürgervereins anschließen. Ich möchte aber auch meinen Dank an Herrn Werneke und den Vorstand von ver.di zum Ausdruck bringen. Sie haben unseren Vorschlag, für diese beiden herausragenden Frauen eine Gedenktafel zu initiieren sehr zügig aufgegriffen und an Herrn Simon zur Realisierung des kleinen Projekts weitergeleitet. Daher auch noch einmal unseren Dank besonders an Herrn Simon, der in unkomplizierter Weise und sehr zielstrebig die Gedenktafel mit uns zusammen organisiert und geplant hat.

    Auf die besondere Bedeutung und die Leistungen von Peiser und Thiede hat Herr Werneke schon hingewiesen, ich möchte aber noch eine kleine Ergänzung hinzufügen, die die beiden Frauen – so unterschiedlich sie in ihrer politischen Auffassung auch waren – verbindet. Nur einen Steinwurf weit entfernt steht heute noch das Gebäude der ersten Gewerkschaft. Sie waren die ersten, die erkannt haben, dass Bildung auch ein Machtfaktor ist, und haben Bildungsvereine für ihre Mitglieder und die Arbeiterschaft ins Leben gerufen. Hier ist die Verbindung auch zu Bona Peiser zu sehen, die mit ihrem Wirken und der Einrichtung erster Leseräume und Bibliotheken auch das Ziel hatte, die Ärmeren und Ungebildeten an Bildung teilhaben zu lassen. Daher ist gerade dieser Ort hier – vor der Verdi Bundeszentrale - auch besonders prädestiniert, dieser beiden Persönlichkeiten zu gedenken und eine breite Öffentlichkeit über ihr Wirken aufzuklären. Die Buchhandlung im ver.di-Haus, mit einer Zweigstelle der Büchergilde Gutenberg ist auch Ausdruck des Wirkens dieser beiden Frauen.

     

     

    Foto: Beate Leopold 

     

    Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass der Bürgerverein Luisenstadt schon seit geraumer Zeit dieser beiden Frauen gedenkt bzw. auf ihr Wirken in der ehemaligen Luisenstadt hinweist. So hat unser langjähriger Vorsitzender Volker Hobrack als BVV-Mitglied und Vorsitzender der damaligen Gedenktafelkommission an der Umsetzung der Namensgebung der beiden Straßenzüge maßgeblich mitgewirkt. Auch Frauke Mahrt-Thomsen, Gründungsmitglied des Bürgervereins Luisenstadt, hat sich schon beruflich bedingt für Bona Peiser stark gemacht. Sie war jahrelang Leiterin der schon von Herrn Werneke erwähnten Stadtbibliothek in der Oranienstraße, die auf ihr Wirken hin den Namen Bona Peiser erhielt.

    So schließt sich der Kreis mit der Einweihung der Gedenktafel für Paula Thiede und Bona Peiser. Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit.         

     

     
  • Paula Thiede - erste Vorsitzende eines ArbeiterInnenverbandes

    Samstag, 21. Mai 2022  -  11.00 - 13.00 Uhr

    Stadtrundgang mit dem Historiker Dr. Uwe Fuhrmann

    Treffpunkt: Paula-Thiede-Ufer / Ecke Schillingbrücke, 10179 Berlin
     
    grab 03Grabstätte von Paula Thiede, Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde.

    Die Druckerei-Arbeiterin und Gewerkschaftsvorsitzende Paula Thiede hat in verschiedenen Stadtteilen Berlins gewohnt, aber ein erheblicher Teil ihrer Aktivitäten fand in der stark vom Arbeitermilieu geprägten Luisenstadt statt. Stationen sind einige der Wirkungsstätten von Paula Thiede: das Gewerkschaftshaus am Engelufer, Versammlungslokale in der Komandantenstraße und in der Annenstraße...

    Der Verfasser der ersten Monografie über Paula Thiede und ihre Gewerkschaft, Dr. Uwe Fuhrmann, macht uns mit einem lange vergessenen Teil der Berliner Gewerkschaftsgeschichte bekannt.

     

     

     

     
     
     
     
     
     
  • Erinnerungsveranstaltung im Luisenstädtischen Kirchpark

    Freitag, 3. Juni 2022  -  11.00 - 13.00 Uhr

    Ort: Alte Jakobstraße / Ecke Sebastianstraße
     

    Stele im Luisenstädtischen Kirchpark, Foto: Archiv Bürgerverein L.

    2002 wurde auf Initiative des Bürgervereins Luisenstadt e.V. im Luisenstädtischen Kirchpark eine Stele zur Erinnerung an die frühere Luisenstadt-Kirche enthüllt, die der Künstler Nikolaus Bode gestaltet hat. Eine Bronzetafel zeigt den barocken Kirchenbau, wie er vor der Kriegszerstörung bestanden hat. Der Text auf der Stele erinnert an die über 50 Menschen, die im Keller bei der Bombardierung am 5. Februar 1945 ums Leben gekommen sind. Weitere drei Bronzetafeln zeigen die Porträts der berühmten Persönlichkeiten

    - Friedemann Bach, 1710 – 1784, Komponist

    - Friedrich Nikolai, 1733 – 1811, Aufklärer und Verleger

    - Carl Gottlieb Svarez, 1746 - 1798, Jurist, Schöpfer des Preußischen Landrechts

    Sie haben auf dem früheren Friedhof rund um die Kirche ihre letzten Ruhestätten gefunden. Wir wollen an ihre Lebensleistung erinnern und die Geschichte der Luisenstädtischen Kirche erzählen, deren Ruine wegen der Grenznähe 1964 abgetragen wurde.

    Wir laden zu einem Beisammensein bei Kaffee und Imbiss ein, die der Bauinvestor der benachbarten Neubauten an der Stallschreiberstraße, die Instone Real Estate Development GmbH, spendiert. Durch das Engagement dieses Investors entstand 2019 auch der Plattenweg, der den Umriss der früheren Kirchenmauern und damit das Bodendenkmal Luisenstadt-Kirche markiert.

     

    Hier findet eine Doppelveranstaltung statt, die um 15:00 Uhr mit einem Open-Air-Gottesdienst der Evangelischen Kirche Kreuzberg beginnt.

    Ab 15:30 Uhr lädt die Firma Instone zum Kaffeetrinken ein.

    Ab 16:00 Uhr erinnern Mitglieder des Bürgervereins Luisenstadt e.V. in kurzen Beiträgen an die Geschichte vor Ort.

     

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

    Der Vorstand des Bürgervereins Luisenstadt e.V.

     

     
  • Erfreulich: die Michaelkirchstraße soll ruhiger, grüner und klimafreundlicher werden und die Planungen kommen voran 

     

    Die Michaelkirchstraße ist Teil eines übergeordneten Grünzugs von der Spree über das Engelbecken und den Luisenstädtischen Kanal bis zum Urbanhafen. Um den von 10- und 11-geschossigen Hochhäusern gesäumten Straßenabschnitt im Bereich von der Köpenicker Straße bis zum Michaelkirchplatz aufzuwerten und eine Nutzung als grünen Aufenthaltsraum zu ermöglichen, wurde Ende März 2022 ein von den beauftragten Planungsbüros bgmr Landschaftsarchitekten und Gruppe planwerk erarbeitetes Planungskonzept im Sanierungsbeirat vorgestellt. Es sieht eine Umgestaltung der Straße als Fahrradstraße im Gegenverkehr entsprechend den Anforderungen des Mobilitätsgesetzes vor.  Dadurch und durch die Einengung der Fahrbahn soll unerwünschter Durchgangsverkehr verhindert werden. Durch zusätzliche Versickerungsflächen soll eine optimalere Regenwasser-bewirtschaftung gelingen und zur Entlastung des unterirdischen Mischwasserkanals bei Starkregen beitragen. An der östlichen Straßenseite soll eine neue Baumreihe angepflanzt werden. Die große Breite der Straße von über 50 Metern ermöglicht es, dieses Konzept umzusetzen, allerdings zu Lasten etlicher Autostellplätze, die z.Zt. noch beide Seiten der Straße säumen. Ungefähr die Hälfte soll durch die Umgestaltung wegfallen. 

    Vision für die Michaelkirchstraße. © bgmr Landschaftsarchitekten 

     

    Darüber gab es schon in der ersten Runde der Bürgerbeteiligung (Online Kiezspaziergang April 2021) lebhafte Auseinandersetzungen und Kritik von Anwohnern. In der im Oktober 2021 fortgesetzten zweiten Phase der Bürgerbeteiligung (Workshop) wurde die Kritik an wegfallenden Parkplätzen wieder deutlich formuliert vorgetragen. Gleichzeitig hatten jedoch mehrere Teilnehmer viele Aspekte der vorgestellten Planungsvarianten befürwortet und konkrete Vorschläge zu Verbesserung der Aufenthaltsqualität vorgetragen (Parkbänke, mehr Raum für Freizeitnutzung, Hochbeete, weniger Parkplätze, mehr Bäume, Wasserquellen  u.a.). Aus allen diesen Anregungen und den übergeordneten Vorgaben haben die Planer drei Ausführungsvarianten erarbeitet. Eine davon, die Variante 3, ist die oben genannte Vorzugsvariante vom März 22. Sie wurde allerdings dahingehend noch überarbeitet, dass mehr Parkplätze als ursprünglich angedacht erhalten bleiben.  Hier die wichtigsten Aspekte in Kürze:

     

    • - eine 6m breite Fahrstraße (statt bisher 9m) 
    • - Verringerung der Stellplätze von 165 auf 71      
    • - Baumreihe an der östlichen Straßenseite 
    • - Fahrradstraße mit Schild „Anlieger frei“ 
    • - Schließung der Melchiorstraße für Autos an der Ecke der Sechseckfläche (Michaelkirchplatz) 
    • - Fahrradstellplätze , Versickerungsmulden, Ruheplätze … 
    • - Stadtplatz am von der WBM geplanten Turmhaus-Neubau  Ecke Michaelkirchstraße /Köpenicker Straße
        als Erinnerungsort an die Gebrüder Lilienthal 

     

    Bevor die jetzige Vorzugsvariante in die Ausführungsplanung geht, ist ein Beschluss des Bezirksamtes notwendig. Eine Realisierung des Vorhabens könnte frühestens 2023 beginnen. 

    VH 

Dia 1 Vortrag 25 Jahre
Vor 25 Jahren haben Anwohner von beiden Seiten der ehemaligen Mauer sich zusammengefunden und den Bürgerverein gegründet. Sie wollten sich kennenlernen und gemeinsam aus dem Grenzstreifen wieder einen Grünzug machen. Jetzt wollen wir uns erinnern und Bilanz ziehen über die Entwicklung der Luisenstadt. Feiern Sie mit.
....
Vielen Dank für die vielen Glückwünsche und den Besuch unser Feier anlässlich des 25. Geburtstages unseres Bürgervereins. Ein ausführlicher Bericht mit Fotos folgt demnächst.

 

Hier können Sie sich noch einmal die Bilder des Vortrages von Herrn Hobrack anschauen:


25 Jahre Gallery

Bilder-Galerie anschauen
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1 Gruendungsversammlung Aufmacher 530

Am 6. März 2016 beging der Bürgerverein Luisenstadt seinen 25. Geburtstag. Am Freitag, den 15. April 2016 möchten wir gemeinsam mit Ihnen nachfeiern. Mehr zur Einladung hier in unserem neuen Programm-Flyer und demnächst in unserem Newsletter. -

Zwei interessante Video-Dokumentationen, die anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Bürgervereins im Jahr 2001 entstanden sind, geben einen teils amüsanten, teils wertvoll-geschichtlichen Einblick in die ersten zehn Jahre unserer Bürgerarbeit...

Bild oben: Aufmacherfoto eines Artikels über die Gründung des Bürgervereins in der "Drucksache No. 3" vom 22. März 1991 (Foto: Mike Hughes)

BVL Videos 2001 SCR

Filmdokument 1


2001, 46 Minuten

Inhalt: Einige szenische Dokumentationen, Interviews und Höhepunkte aus dem Leben unseres Bürgervereins vom Sommer 2000 bis zum 10. Jahrestag im Jahr 2001.

Kamera, Schnitt, Ton: Frau U. Eberhardt




Filmdokument 2

 

2001, 13 Minuten

Inhalt: Festansprache des Vorstandsvorsitzenden Dr. Eberhardt (Bild unten) anläßlich des 10. Jahrestages der Gründung des Bürgervereins Luisenstadt und einige Bilder des Jubiläumsfestes.

Kamera, Schnitt, Ton: Frau U. Eberhardt


Beide Videos konvertiert von VHS ins Youtube-Format.

Hinweise:

- Verwenden Sie bitte die Vollbildfunktion des Youtube-Players (Symbol rechts unten).

- Wenn sie die Funktion "Auf YouTube ansehen" auswählen, können Sie gern Kommentare zu den Videos lesen und schreiben.


Bilddokumente

4 Vorstand Duntze Mahrt Thomsen Eberhardt 530

Der erste Vorstand 1991: Klaus Duntze, Frauke Mahrt-Thomsen, Frank Eberhardt (von links)

Bild und Ausschnitt unten ebenfalls aus der "Drucksache No. 3" vom 22. März 1991 (Foto: Mike Hughes)

2 Ausschnitt Satzung 530

Vorstand Verein 2002

Der erweiterte Vorstand des Bürgervereins im Jahr 2002.

Von links: Hans-Günther Meyer, Peter Storck, Prof. Hauke, Luise Betzin, Herr Krause (hinten), Christa Kölbel (vorn), Christa von Kügelen, Dr. Frank Eberhardt, Dr. Klaus Duntze.

Offenlichkeisarbeit Stand bei St Michael

Öffentlichkeitsarbeit mit einem Info-Tisch. Aufnahme ca. 2002, Ort St. Michaelkirche


Eberhardt Kuegelgen 2002

Kleine Feier im Jahr 2002: Frau Kügelen und Herr Eberhardt stoßen mit Freunden des Vereins an.

DER TAGESSPIEGEL druckte am 2.8.2001 unter dem Titel
"Frank Eberhardt, geb. 1931"
ein sehr schönes, lebendiges Portrait von Frank Eberhardt und seiner damaligen, engagierten Arbeit für die Luisenstadt in Mitte und Kreuzberg.

Und etwa 10 Jahre später:

6. Mai 2011 - Fotos von der Jubiläumsfeier anlässlich 20 Jahre Bürgerverein

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 Zur Gründungsgeschichte des Bürgervereins

Am 6. März 1991 gründeten Mitglieder der Bürgerinitiative Luisenstadt (Ost) und engagierte Bürger aus SO 36,  dazu Vertreter der Büchereien und der Kirchengemeinden, den Bürgerverein Luisenstadt e.V..

40 Jahre in zwei Staaten mit entgegengesetzter Gesellschaftsordnung sollten überwunden werden.  Gemeinsame Ziele für die soziale und städtebauliche Entwicklung zu entwickeln, wurde zur Aufgabe, die der Bürgerverein noch heute zu erfüllen sucht.

Soziale Beratung und Nachbarschaftshilfe, Arbeit mit Zeitzeugen, Führung durch die Luisenstadt, Zusammenarbeit mit den Bezirken, ABM-Projekte wie die "Stolpersteine", die Gedenkarbeit für deportierte Mitbürger, machten die Aktivitäten des Vereins aus.

Rückgrat der Arbeit bildeten die Arbeitsgruppen zur Erforschung und Darstellung der Geschichte der Luisenstadt, zur städtebaulichen Entwicklung und zur Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, besonders der monatlichen Diskussionsveranstaltungen im Heinrich-Heine-Forum und vom "Tag des offenen Denkmals" mit seinen Ausstellungen, Straßenfesten, Führungen und Besichtigungen.

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1 Gruendungsversammlung Aufmacher 530

1991: NEULAND LUISENSTADT - Bürger entdecken ihren Stadtteil

4 Vorstand Duntze Mahrt Thomsen Eberhardt 530

1991: Verdammnis und Hoffnung - Interview mit dem Gründungvorstand des Bürgervereins

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Eine Projektstudie, die bereits im Jahr 1991 für den Bürgerverein durchgeführt wurde, machte Vorschläge als "PR-Konzeption" für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Sie können die Studie hier "studieren".

1991: Die Luisenstadt und der Bürgerverein als Studienobjekt

 Ein weiteres interessantes Dokument aus der Geschichte unseres Vereins ist eine im Gründungsjahr 1991 angefertigte Lehrstudie, die im Rahmen einer Fortbildungs-Projektarbeit der PR-Akademie Wiesbaden durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse der Studie "PR-Konzeption für den Bürgerverein Luisenstadt e. V." können Sie hier nachlesen.

Das PDF Dokument ist auch per Stichwort-Suche durchsuchbar:

 

BVL PR 1991 Cover

Bitte hier lesen

1991 PR Lehrstudie für den Bürgerverein Luisenstadt vOCR.pdf

(114 Seiten 17 MB)