Unsere  AG Geschichte bietet die erste Veranstaltung nach der langen Corona-Pause an!
Samstag, 14.8.2021, 11.00 - 12.30 Uhr
Treffpunkt: Vor dem Südausgang des U-Bahnhofs Heinrich-Heine-Straße
 
Blindenwerkstatt Otto Weidt 200dpi swBelegschaft der Blindenwerkstatt Otto Weidt
Quelle: Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, Berlin
Das Neanderviertel, ab 1966 Heinrich-Heine-Viertel, ist das erste große Wohnungsbauprojekt, das nach dem 2. Weltkrieg in Plattenbauweise in Ostberlin realisiert wurde. Mit rund 2.500 Wohnungen ist das Heinrich-Heine-Viertel heute das größte Genossenschaftsquartier im Zentrum Berlins. Die Fläche, über die sich das Viertel erstreckt, könnte mehr Geschichte kaum enthalten. Wir lesen auf unserem Spaziergang aus der Broschüre, die Mitglieder des Bürgervereins Luisenstadt über die Geschichte des Heinrich-Heine-Viertels herausgebracht haben. Stationen sind u.a. der ehemalige Grenzübergang in der Heinrich-Heine-Straße und der "Geisterbahnhof", die Industriegeschichte des Viertels, Orte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus und ein Rückblick auf die Lesehallenbewegung ab dem Ende des 19. Jahrhunderts.
 
Die Veranstaltung ist wie immer kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Anwesenheitsliste wird vor Ort geführt.
BonaPeiserLesehalleLesehalle der Deutschen Gesellschaft für Ethische Kultur, Berlin Quelle: Frauke Mahrt-Thomsen: “Bona Peiser – Die erste deutsche Bibliothekarin”

 

„Wir wollen hier bleiben…“ - Wie geht es weiter mit Kisch & Co. und der Oranienstraße?

Kisch Demo 800Foto: Matthias Reichelt

Interview mit Thorsten Willenbrock am 21.5.2021

BVL: Vor einem Monat, am 22.4.2021, hat das Landgericht Berlin Kisch & Co zur Räumung eurer Buchhandlung in der Oranienstraße 25 verurteilt. Dagegen konnte innerhalb eines Monats Berufung eingelegt werden. Habt ihr das getan?

Der Begriff Gentrifizierung kommt aus dem Englischen und wird seit den 1960er Jahren zur Charakterisierung von Veränderungsprozessen in städtischen Bereichen benutzt. Gegen Veränderung als solche ist erst einmal nichts einzuwenden, es kommt aber darauf an, in welche Richtung sie geht und wer letztlich davon profitiert.

Das Deutsche Institut für Urbanistik erläutert den Begriff Gentrifizierung und die damit einhergehenden Prozesse eingängig und gut nachvollziehbar: "Abgeleitet vom englischen Ausdruck "gentry" (= niederer Adel) wird .. (Gentrifizierung) zur Charakterisierung von Veränderungsprozessen in Stadtvierteln verwendet und beschreibt den Wechsel von einer statusniedrigeren zu einer statushöheren (finanzkräftigeren) Bewohnerschaft, der oft mit einer baulichen Aufwertung, Veränderungen der Eigentümerstruktur und steigenden Mietpreisen einhergeht.

Gründungsversammlung 1991

Am 6.3.1991 wurde in der damaligen Heinrich-Heine-Bibliothek, Köpenicker Straße 101, von ca. 60 Anwesenden aus Mitte und Kreuzberg der Bürgerverein Luisenstadt gegründet.

Ziel des Vereins war und ist das Zusammenwachsen der über einen langen Zeitraum politisch und räumlich getrennten Teile der historisch gewachsenen Luisenstadt und die Mitwirkung aller Bürger und Bürgerinnen an der Gestaltung und Entwicklung des Stadtteils.

In den Leitsätzen des Vereins, die 1991 verabschiedet wurden, steht:

"Alle Erneuerung und Entwicklung im sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Bereich geht von den Bürgern der Luisenstadt aus; ihr Wohnrecht und ihr Recht auf Arbeit sind die Grundlagen aller Planungen und Projekte."

Diese Leitlinien gelten bis heute. Aus den bekannten Gründen muss die große Jubiläumsfeier zum 30jährigen Geburtstag entfallen.

Der Verein bereitet aber eine dokumentarische Ausstellung zu den Highlights seiner Geschichte und Gegenwart vor, die für eine längeren Zeitraum im Stadtteil zu sehen sein wird.

Kiezkonferenz Schwammstadt der SPD

Einen etwas stutzigen Titel hat sich die Ortsgruppe der SPD für eine Diskussion um das Wassermanagement in Mitte und auch des Engelbeckens einfallen lassen. "Schwammstadt" - was soll das werden?

Auflärung bringt vielleicht die Online-Diskussion am Donnerstag, den 12. November 20202. Ab 19 Uhr können (auch) Anwohner dem elektronischen Meeting hier beitreten.

Das technische System (cisco Webex) verlangt auf dem Mobilgerät allerdings eine App-Installation, im Desktop Browser gehts vielleicht ohne. Wir werden - hoffentlich - sehen.

Interessant auch: es gibt eine "Regenwasseragentur"! Was die nun wieder machen ...?

Die Einladung zur "Kiezkonferenz" im O-Ton:


"Grüne Bäume – Sauberes Wasser – Kühles Klima
Wassermanagement der Zukunft"

Berlin ist zurecht stolz auf sein Wasser, aber es ist begehrt und wird knapp! Die trockenen Sommer der letzten Jahre zehren an unseren Bäumen, die Spree fließt zeitweise rückwärts und der Grundwasserspiegel sinkt bedenklich. Als Ortsgruppe SPD Luisenstadt in Mitte gießen wir gemeinsam mit Nachbar*innen Straßenbäume und setzen uns für einen Frühjahrs- und Sommerdienst für unsere Bäume ein. Damit aber künftig genügend Wasser für das Stadtgrün bleibt, muss die Innenstadt zum Schwamm werden!

März 2020: Wir erneuerten die Gedenktafel am Luisenstädtischen Kanal

Gedenktafel 1848 Neueinweihung 760

Unter dem oben genannten Titel berichtet Vereinsmitglied Wieland Giebel von unserer Gedenkfeier zur Wiedereinweihung der Gedenktafel am Luisenstädtischen Kanal. Wieland führt das Thema "1848" auf seinem Blog ausführlich weiter...

Wieland schreibt:

"Die Berliner Bürgerwehr schießt auf die Arbeiter Berlins. Diese Gedenktafel wurde heute neu vom Bürgerverein Luisenstadt aufgestellt.

Sie stand schon 2008 hier, 160 Jahre nach der Märzrevolution von 1848, und wurde von Vandalen zerstört. Rechte? Linke? — Einfach Blödmänner.