Engelbecken. Naturschutz geht jeden etwas an

Mai 2018 Am Engelbecken

Am Engelbecken und am Luisenstädtischen Kanal ist das Füttern von Wildtieren künftig grundsätzlich verboten.

Das hat das Bezirksamt Mitte im Januar 2020 beschlossen. Ähnliche Regelungen gelten auch für den Großen Tiergarten sowie den Volkspark Rehberge und den Park am Plötzensee. Dort werden jetzt entsprechende Hinweisschilder angebracht. Zwar sind sich Natur- und Tierschützer grundsätzlich darin einig, dass man freilebende Tiere in der Stadt nicht füttern sollte. Aber verboten ist das in Berlin bislang nicht – oder besser gesagt: nicht so richtig eindeutig.


Beitrag verfasst von Christof Schaffelder in der neuen "ecke". Bitte geben Sie die wichtigen Informationen, die Sie hier lesen, an Ihre Nachbarn und Bekannte weiter. Wir zitieren mit diesem Beitrag aus der neuesten "ecke köpenicker" (Download hier):


Im Januar 2018 zum Beispiel verhandelte das Amtsgericht Mitte einen Bußgeldbescheid gegen eine Frau, die vom Ordnungsamt dabei erwischt wurde, wie sie auf dem Alexanderplatz Tauben fütterte.

Begründet wurde das verhängte Bußgeld von 60 Euro damals mit einem Verstoß gegen das Straßenreinigungsgesetz...

Die Richterin sah darin nur eine geringfügige und kurzfristige Ordnungswidrigkeit, erließ die Strafe und stellte das Verfahren auf Kosten der Landeskasse ein. Schwierigkeiten kann man jedoch mit seinem Vermieter bekommen, wenn man auf seinem Balkon oder auf dem Hof seines Mietshauses ohne Genehmigung Vogelfutter auslegt. Vermieter sehen das meist ungern, weil die Vögel natürlich auch Verschmutzungen hinterlassen und auch andere, unerwünschte Tiere von dem Futter angezogen werden können.

Auch der Naturschutzbund NABU rät von Fütterungen ab: Stadtvögel finden in Berlin genug Nahrung und sind wesentlich weniger gefährdet als beispielsweise Zugvögel. Und die natürliche Auslese hat auch ihren Sinn: geschwächte Vögel sind auch Nahrung für Beutegreifer und Aasfresser, der Selektionsdruck im Winter stabilisiert sogar die Populationen der Stadtvögel.

Regelrecht schädlich ist aber insbesondere das Füttern von Wasservögeln. Denn sie schlucken meist alles, was man ihnen zuwirft, auch wenn sie es eigentlich nicht vertragen. Brot beispielsweise gärt in den Mägen der Vögel und bläht gefährlich auf. Zudem leidet die Qualität der Gewässer, die sich durch Futterreste mit Nährstoffen anreichern. Unnatürlich hohe Tierbestände führen auch zu vermehrtem Koteintrag. Diese Nährstoffe verursachen Fäulnisprozesse, verstärkte Schlammanreicherung, Algenwachstum und Sauerstoffzehrung.

Die Gewässer können "umkippen" und die darin lebenden Tieren und Pflanzen absterben. Durch eine Überpopulation an Wasservögeln werden zudem oftmals auch der Uferbewuchs und das Röhricht zerstört. Liegenbleibende Futterreste locken wiederum Mäuse, Ratten und andere Schädlinge an. Aber auch das gezielte Füttern von anderen wildlebenden Tieren wie zum Beispiel Krähen oder Tauben verursacht Verunreinigungen und hygienische Probleme innerhalb der Grün- und Erholungsanlagen.


(Autor: cs)

Aus "ecke köpenicker No 1 März April 2020" Lesen/Download


Collage oben in Großansicht

 


Weiterlesen: "Engelbecken: Warum Enten (und Schwäne und alle anderen) füttern schädlich ist"


 

Einbringung der Röhrichtinseln

Arbeiter beim Zusammenbau der Röhrichtinseln am Fr. 13. 08. im Engelbecken. Foto: P. Falckenberg

Bürgervereien wählt neuen Vorstand

Neuer Vorstand Bürgerverein Luisenstadt e.V.: Peter Schwoch, Ralph Rönsch und Petra Falkenberg; Foto: Wieland Giebel
Am 12. August 2021 wurde ein neuer Vorstand in der St. Thomas Kirche gewählt. Neuer Vorsitzender wurde Peter Schwoch, Stellvertreterin Petra Falkenberg. Neuer und alter Schatzmeister ist Ralph Rönsch. Ronald Pieper stand aus persönlichen Grunden nicht mehr für eine Vorstandstätigkeit zur Verfügung. Wir wünschen dem neuen Vorstand alles Gute!
Lesen Sie hier auch den Tätigkeitsbericht (PDF)

Es ist ein beglückendes Gefühl, Bücher machen zu können …

Gespräch mit Wieland Giebel, Leiter des Berlin Story Verlags, am 23.6.2021

BVL:    Unter dem Dach Berlin Story sind vielfältige Aktivitäten zur Geschichte Berlins zu finden: Seit 1997 bis 2016 Buchladen und Museum mit diversen Ausstellungen an verschiedenen Standorten Unter den Linden, seit 2014 der international bekannte Bunker mit Museum in Kreuzberg sowie der Berlin Story Verlag. Er hat seit 2015 seinen Sitz in der Luisenstadt, am Leuschnerdamm 7 mit Blick auf das Engelbecken.



In unserem Newsletter geht es um Leben und Arbeiten in der Luisenstadt, daher steht der Verlag im Mittelpunkt. Bis 2015 haben die im Verlag tätigen unter einem Dach mit den Mitarbeiter*innen des Museums und des Buchladens Unter den Linden gearbeitet. Wie kam es zum Wechsel des Verlagssitzes und warum ging er an den Leuschnerdamm?

W.G.:    Der Wechsel kam zustande, weil die Räume Unter den Linden 40 kurz vor der Kündigung standen, das Haus wurde verkauft und wir mussten raus. Zum Leuschnerdamm gingen wir, weil ich im gleichen Haus wohne und die Räume hier bereits für den Verlag vorbereitet waren. Es war alles schon verkabelt und eingerichtet, so eine Art Notbüro, weil vorauszusehen war, dass es Unter den Linden nicht weitergeht.

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Video: Die Allianz Neue Waisenbrücke fordert die Fertigstellung bis 2025

Der Brückentag am 14. Mai 2021 – organisiert durch die Allianz Neue Waisenbrücke – wurde nun filmisch dokumentiert.

Im Youtube Channel des Stadtmuseums ist das 3:35 Minuten kurze Video veröffentlicht und trägt den Titel "Neue Waisenbrücke – Berlins historische Quartiere wieder verbinden":

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Verkehrsplanung für die Oranienstraße jetzt in diesem Film

Abbildung: Screenshot Youtube

Die planende STATTBAU GmbH hat im Namen und im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg einen Film zur Verkehrsplanung in der Oranienstraße online gestellt.

Der Beitrag ist Teil des umfänglichen Beteiligungsverfahrens und soll die daraus entwickelten Planungsergebnisse vorstellen.

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Fertigstellung der Laterne auf St. Thomas

Bild: Für Pfarrer Christoph Heil war eine seiner ersten Aufgaben die Segnung des Turmkreuzes beim Aufsetzen auf die Laterne am 31. März 2021 - in 55 Metern Höhe (Foto: Claudia Hertel)Weihnachts- und Winterpause erzwangen die Unterbrechung der Bauarbeiten. Die Wetterplanen wurden erst Ende Februar 2021 gelüftet für die Wiederaufnahme der Maurerarbeiten. Sie müssen allerdings zu jedem Feierabend erneut festgezurrt werden, weil immer wieder Frostnächte drohen.

Erst der März lässt längere Arbeitsperioden zu. Das sichtbare Sockelmauerwerk schließt in 3 Metern Höhe in einem dickeren Ring von Formsteinen ab. Hier endet der zweischalige Aufbau des Mauerwerks, das nun einschalig weiter aufgeführt wird.

Der Formsteinring bildet einen wulstförmigen Verzierungsring, der an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 1,68 Meter aufweist. Die Formsteine sind speziell nach den abgebrochenen Originalen gebrannt worden. Auch die zur vertikalen Verzierung hochgeführten Halbrundsteine sind nachgefertigt und den Originalen gleich. Sie bilden 12 aufstrebende Verzierungslinien, die die konische Gestaltung des Schaftes betonen.

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