Es besteht die Frage, welche Aufgaben diese Arbeitsgruppe beim Bürgerverein Luisenstadt haben könnte.


Könnt Ihr Euch noch an den Slogan „Autogerechte Stadt“ erinnern? Damit sind viele historische Stadtzentren überbaut und unkenntlich gemacht worden, auch in Berlin, wo man jetzt versucht, den Schaden abzumildern, oder in Frankfurt/Main, wo sie ihr altes Stadtzentrum zum Jubel der Fachwelt wieder aufgebaut haben, oder in Hildesheim, wo schon vor vielen Jahren die Einwohner erreicht hatten, dass das neue Stadtzentrum wieder abgebaut wurde und sie ihr Knochenhaueramtshaus wieder bekamen?
Man kann eine Stadt nicht nach vorgefassten Losungen entwickeln! Das sollten wir daraus gelernt haben. Denn ebenso unmöglich ist jetzt neu „Autofreies Stadtzentrum“ oder „Fahrradgerechte Stadt“!

 

Dazu ein paar Gedanken als Diskussionsvorlage:

  • Im Jahr 2011 lebten 7 Milliarden Menschen auf der Erde.
  • Seit dem Jahr 2011 leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land.
  • Da die Weltbevölkerung insgesamt zunimmt, nimmt seit 2011 die Stadtbevölkerung
    schneller zu als die auf dem Lande. Das bedeutet für die Städte große Veränderungen, wobei die Veränderungen mit der Größe der Städte zunehmen.
  • Nun sind wir schon bei Berlin, denn in den Millionenstädten sind die Veränderungen am größten. Ein solcher dicht besiedelter Großraum ist mit den traditionellen Verwaltungsmethoden, also mit einzelnen Fachbereichen, die jeder für sich arbeiten, nicht mehr zu beherrschen. Es muss auf der Grundlage der Digitalisierung ein Netzwerk geschaffen werden, das jede Veränderung in einem der Fachbereiche, auf die Aufgabenstellungen aller anderen abgestimmt, überträgt.
  • Hier sind zunächst der Senat und die Bezirke aufeinander abzustimmen, so dass der Informationsfluss ständig störungsfrei abläuft. Davon ist Berlin noch weit entfernt. In einigen Bezirken wird an der Digitalisierung intensiver gearbeitet, als in anderen. (Wir wissen ja, dass Deutschland in der Digitalisierung insgesamt international weit zurückliegt).
  • Im Rahmen dieser digitalen Aufgabenstellung liegt der Verkehr ganz vorn! Durchgangsverkehr, Lieferverkehr, Rettungsverkehr wie z.B. Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz, müssen sich auf ein ständig überwachtes Straßen- und Schienennetz verlassen können.
  • Der öffentliche Personennahverkehr muss preisgünstig und für die Benutzer zuverlässig ablaufen. Die einzelnen Verkehrsarten Regionalbahn, S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bus müssen ständig aufeinander abgestimmt werden. Nur so kann der Individualverkehr auf einem überschaubaren Maß gehalten werden, ohne dass der Bevölkerung Verbote und andere Reglementierungen zugemutet werden.
  • Das Gleiche gilt für die Parkraumbewirtschaftung. Es müssten viel mehr unterirdische Garagen gebaut werden, auch z.B. Fahrradgaragen, damit nicht zu viele Fahrzeuge auf wertvollem städtischem Land geparkt werden müssen.
  • Das Ausleihen von Elektrorollern und anderer elektrisch betriebener Fahrzeuge muss besser organisiert werden.
  • Um all diese komplexen Aufgaben miteinander vernetzen zu können, muss ein für die ganze Stadt und das Umland geltender Generalverkehrsplan geschaffen werden, an dem ständig auf Senatsebene weitergearbeitet wird.
  • Nur in einem solchen Rahmen kann die wertvolle Bürgerinitiative zur Schaffung von Kiezblöcken wirksam werden! Der Wille der Bewohner, daran mitzuwirken, dass das Leben in der Großstadt interessanter, gesünder und schöner wird, ist ja eigentlich sehr zu unterstützen! Nur, was jetzt gerade abläuft, dass die Bezirke meinen, etwas Gutes zu tun, wenn sie die erarbeiteten Kiezblöcke beschließen und Geld für deren
    Umsetzung bewilligen, ist doch nicht ausreichend! Es fehlt die Vernetzung der übergeordneten Zusammenhänge. Es klappt doch nicht, wenn dann die Kiezblöcke einfach so aneinandergelegt werden!

Wozu denn dann eine Arbeitsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr?

Ich könnte mir zunächst folgende grundsätzliche Aufgaben vorstellen:


1. Die früher schon einmal vorhandene enge Zusammenarbeit zwischen den Teilen der Luisenstadt in Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg wieder aufleben zu lassen. So war z.B. Herr Peckskamp, der jetzt in Friedrichshain-Kreuzberg mit für Stadtentwicklung und Verkehr zuständig ist, jahrelang Mitglied unserer Arbeitsgruppe Stadtentwicklung. Es müssen neue persönliche Beziehungen entwickelt werden, die durch Schriftverkehr etc. nicht zu erreichen sind. Es müsste wieder ein Zusammengehörigkeitsgefühl für die Luisenstadt entstehen.
2. Sich mit dem internationalen Stand der digitalen Entwicklung großer Städte gemeinsam zu beschäftigen. Wir wissen zu wenig darüber, wie es in anderen Großstädten läuft, die in der digitalen Entwicklung deutlich weiter sein sollen, als wir. Völlig durchorganisiert bis auf den einzelnen Bürger soll z.B. Estland sein mit der Hauptstadt Tallinn. Auch die anderen baltischen Hauptstädte Riga und Vilnius werden genannt. In Belgien arbeitet man an Brüssel, man hört von Barcelona. Hier gilt es, sich gemeinsam einen Überblick zu verschaffen, vielleicht auch Vorträge zu organisieren, damit man erst mal Bescheid weiß und international angeschlossen ist.


Ich finde, damit hätte diese Arbeitsgruppe erst mal genug zu tun!


Aufgestellt von Dr. Dorothea Krause

Mobilität und Fairness 

Besonders auffällige Mängel leiten wir an die zuständigen Stellen weiter und haken nach, wenn keine Abhilfe erfolgt. Kürzlich wurden wir von einer Anwohnerin auf einen Stromkasten mitten auf dem Fußweg in der Alten Jakobstraße, kurz vor der Kreuzung Neue Roßstraße, aufmerksam gemacht.  

Hindernis_auf_dem_Gehweg_Alte_Jakobstr_Ecke_Neue_Rossstr.jpgHindernis auf dem Gehweg Alte Jakobstr Ecke Neue Rossstr. © Bärbel Wolterstädt

Die amtliche Antwort, nämlich, dass sich der KVS (Kabelverteilschacht) kurzfristig nicht versetzen lässt, da es die örtlichen Gegebenheiten, vor allem der sehr dichte Leitungsbestand im Erdreich, nicht zulassen, ist wenig zufriedenstellend. Die Stromnetz Berlin GmbH arbeite an einem Projekt, um einen neuen Standort des KVS zu ermitteln, so die Aussage des Straßen- und Grünflächenamtes. Dazu gehöre auch eine neue Lage für die sich im Erdreich befindende Stromleitung, die sich nicht einfach so verschieben lässt. Mit allen anderen sich im Gehweg befindenden Leitungsverwaltungen (Beleuchtung, Wasser, Telefon, Gas usw.) müssten dazu intensive Abstimmungen getroffen werden, die leider umfangreiche und langwierige Baumaßnahmen nach sich ziehen werden.  Seine Ursache hat der Missstand möglicherweise in der schwierigen Planung zur Errichtung der Ampelanlage an der Kreuzung Alte-Jakobstraße/ Neue Roßstraße vor mehreren Jahren. 

 

Gehweg in der Annenstraße, südl. Seite. © Petra Falkenberg

 

So manches Projekt, das in letzter Zeit von den Bezirken umgesetzt wurde, hatte einen langen Planungsvorlauf und kollidiert leider bereits wieder mit den heutigen Mobilitätsanforderungen. So werden z.B. die im Entstehungszeitraum des Mobilitätsgesetzes in der Annenstraße östlich der Heinrich-Heine-Straße markierten Radfahrstreifen heutzutage hauptsächlich von durchfahrenden RadfahrerInnen mit weiter entfernten Zielen genutzt. Viele im Quartier wohnende FahrradfahrerInnen umkreisen ihren Häuserblock jedoch lieber auf den ohnehin schmalen Fußwegen, damit sie auf dem Weg zur Roßmann-Drogerie oder denns Biomarkt nicht die zeitweise mit Kraftfahrzeugen stark befahrene Annenstraße kreuzen müssen, vielleicht aber auch, weil der Radstreifen an dieser Stelle ständig zugeparkt ist und dadurch RadfahrerInnen zu gefährlichen Ausweichmanövern auf den PKW-Streifen gezwungen werden.  

Auch werden mehr Radabstellmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Geschäfte benötigt. Diese sollten idealerweise auf umgewidmeter Parkfläche auf der Straße errichtet werden. Auf dem schmalen Bürgersteig führen sie oft zur Behinderung der zu Fuß Gehenden. Um die Radfahrstreifen anzulegen, wurden vor Jahren bereits PKW-Parkplätze aufgehoben. Die verbliebenen stehen allerdings in ungeregelter Konkurrenz zum Bedarf des stark angewachsenen Wirtschafts- und Lieferverkehrs. Mobilitätsziele eindeutig verfehlt! Hier muss nachgesteuert werden. Wir bleiben dran.  

Liefer-LKW auf dem Radstreifen in der Annenstraße. © Petra Falkenberg 

Wenn Ihnen bei Ihren täglichen Wegen Gefahrenstellen, Hindernisse oder verbesserungsbedürftige Situationen auffallen, teilen Sie uns das gern mit. (BN / PF) 

Damit es mit der Umsetzung des Mobilitätsgesetzes in der Luisenstadt, sowohl in Friedrichshain/ Kreuzberg als auch in Mitte, schneller voran geht, braucht es mehr bürgerschaftliches Engagement. Die AG Verkehr des Bürgervereins Luisenstadt e.V. freut sich über neue Mitstreitende. Interessierte können gern unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu uns Kontakt aufnehmen.  

 

Mobilität und Sicherheit 

Beschaffungskriminalität in/um die U-Bahnhöfe Heinrich-Heine-Straße und Moritzplatz 

Immer wieder werden wir auf die teilweise unzumutbaren Zustände in den beiden U-Bahnhöfen angesprochen. Das hat uns veranlasst bei der Polizei Berlin, Direktion 5, eine Anfrage zur Entwicklung der Beschaffungskriminalität zu stellen. 

 

Vereinsmitglied Jörg Simon war für den Bürgerverein im Kiez unterwegs. Sein Update zur Lage Anfang 2017 lesen Sie hier:

In der Melchiorstraße konnten im letzten Quartal 2016 die Umbauarbeiten abgeschlossen werden. Es wurden neue Parkplätze angelegt, Bäume gepflanzt, die Baumscheiben mit groben Kies abgedeckt. Die Verkehrseinschränkungen dort sind aufgehoben.

Der Straßenraum zwischen Engelbecken und Michaelkirchplatz wurde ebenfalls erneuert. Die Arbeiten waren ebenfalls in 2016 abgeschlossen. Leider ist nach wie vor zu beobachten, dass es zu Vorfahrtsverstößen an beiden Kreuzungen kommt.

Höhe Heinrich-Heine-Platz / Michaelkirchplatz wurde ein starker Knick in die Straße gelegt, der dazu führt, dass einem immer wieder einmal Gegenverkehr auf der eigenen Spur entgegenkommt.

Verkehrsbedingte Luftbelastung Luisenstadt 2015

Für Anwohner sicher nicht überraschend, aber hier haben Sie es bunt auf weiss:

Die verkehrsbedingte Luftbelastung im Straßenraum der Luisenstadt im Jahr 2015. Und diese dürfte im Jahr 2017 sich wohl eher nicht verbessert haben.

Diese offizielle Karte und viele weitere interessanten Ansichten der Stadt finden sich in der Onlinedatenbank "FIS Broker" der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen unter der Adresse www.Stadtentwicklung.Berlin.de/geoinformation/FIS-Broker.

Zur Großansicht der Karte bitte weiterlesen ...

Bus 147 Treffen 530
Am Freitag, den 4.9.2015, traf sich die Verkehrs AG des Bürgervereins mit dem Zielgruppenmanager der BVG, Herrn Huwe, und überreichte ihm mehrere hundert Unterschriften, die der Bürgerverein in letzter Zeit gesammelt hatte. Damit soll unterstrichen werden, dass viele Bürger der Luisenstadt angesichts der wachsenden Stadt und der Sozialstruktur der Luisenstadt mit vielen älteren Bewohnern eine Ausweitung des Angebots der Linie 147 zwischen Märkischem Museum und Ostbahnhof für dringend geboten halten.

Die Verkehrs AG des Bürgervereins hat nach der Vorstellung des aktuellen Planungsstandes am Verkehrskonzept nördliche Luisenstadt ein ernüchtertes Zwischenresümée gezogen: bisheriges Ergebnis scheint eher ein Verkehrskonzept für das Sanierungsgebiet als eines für die gesamte nördliche Luisenstadt zu sein.

Zentrale Ergebnisse der Auswertung der Verkehrsbelastung haben kaum Konsequenzen, Vorschläge der Bürger werden weitgehend ignoriert, der öffentliche Nahverkehr und der Mauerradweg fallen unten durch, überbezirkliche Fahrradverbindungen fehlen.

Selbst die Fußgängerüberwege am Engelbecken sind gestrichen.

Etwa 60 interessierte private Bürger und viele amtliche und nicht amtliche Experten trafen sich am 28. Mai 2018 zum "Workshop zum Integrierten Verkehrskonzept Luisenstadt" im aquarium.

Nun hat die Planwerk GmbH und die Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft mbH das Protokoll der Veranstaltung veröffentlicht.

Im "World-Café" wurden die Themenbereiche Fußverkehr, Radverkehr, Kfz-Verkehr sowie die Umgestaltung der Oranienstraße behandelt.
Auch wenn das Protokoll stichwortmäßig nur in längeren Spiegelstrich-Listen wiedergegeben wird - es umfasst doch stattliche neun geballte Seiten voll mit Ideen, Forderungen und Hinweisen auf Probleme im Verkehr in der südlichen Luisenstadt (Kreuzberg).

Verkehrskonzept Flyer S1


Wir waren bei dieser Auftaktveranstaltung vertreten.
Ein Bericht mit Einschätzung der dortigen Diskussion ist für diesen Artikel in Vorbereitung.


Der Bürgerverein kümmert sich auch um die südliche Luisenstadt.

Es ist sehr zu begrüßen, dass dem Verkehrskonzept für die nördliche Luisenstadt (Mitte) jetzt analog eines für die südliche Luisenstadt (Kreuzberg) folgen soll, wenn auch mit 4 Jahren Verspätung.

Vor allem der Durchgangsverkehr über die Magistralen Heinrich-Heine-Straße/Prinzenstraße und auch über die Köpenicker Straße betrifft ja jeweils beide Stadtbezirke.

Der Bürgerverein wird auf den Veranstaltungen vertreten sein.

Aus der Einladung des Bezirksamtes:

"Liebe Anwohner*innen, Gewerbetreibende und Aktive der Kreuzberger Luisenstadt,

Die nördliche Luisenstadt ist seit 24 Jahren nicht mehr Grenzgebiet, sondern mitten in der Stadt gelegen. Die Infrastruktur für Fußgänger und Fahrrad behindert die neue innenstadtgemäße Art der Mobilität mehr, als es sie fördert. Hier ist planerisch eine Umkehr geboten.

Alle Mobilität beginnt zu Fuß. Je mehr Fahrrad und ÖPNV, desto besser für die Anwohner und die allgemeine Mobilität in der Innenstadt.

Die Verkehrs-AG des Bürgervereins bietet für alle Anwohner mit ihren Vorschlägen, Hinweisen und "Planung von unten" zum Thema Verkehr in der Luisenstadt.

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehr des Bürgervereins trifft sich regelmäßig zur Besprechung aktueller Anliegen. Bei Interesse bitte über die u. g. Mailadresse Kontakt aufnehmen, wir laden Sie dann gerne zu unserem nächsten Treffen ein.

Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen.

Gern können Sie sich direkt bei der AG vorher über den aktuellen Diskussionsstand informieren, sich ankündigen oder Adresse und Termin abstimmen.

Den nächsten geplanten Termin finden Sie in unserem Luisenstadt Programmkalender.

 

Kontakt über die Mailadresse der Verkehrs-AG:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Plan_5_7_Collage

Bitte lesen Sie das Protokoll unserer Bürgerversammlung zum Thema "Verkehrsbelastung in der Luisenstadt" im Original-PDF-Dokument.

In einem weiteren PDF-Dokument lesen Sie die Auswertung der Bürgersammlung vom 26.11. 2013 und der beim Bürgerverein bis 2.12.2013 eingegangenen Anregungen zum Verkehrskonzept nördliche Luisenstadt.

 Verkehr Kanal Variante 1 3

Am 07.10.2020 hat eine Beteiligungsveranstaltung mit Stadtspaziergang zum Umbau der Straßen rund um den ehemaligen Luisenstädtischen Kanal stattgefunden.

Ziel der Maßnahme ist die Ertüchtigung des Straßenraums für den Radverkehr.
Nur wenige engagierte Bürger nahmen diesen Bürgerbeteiligungstermin wahr.

Das Team der Beauftragten STATTBAU GmbH hat ein Protokoll der Veranstaltung erstellt, sowie diesem zwei Planskizzen aus dem Verkehrskonzept von 2018 beigefügt, die Grundlage der planerischen Diskussion waren.

Wir geben das Protokoll hier wörtlich entnommen dem veröffentlichten PDF wieder und entfernen damit diese Zugangsbarriere (PDF, bessere Stichwortsuche sowohl via Google als auch intern auf unserer Website).


Quelle: Stattbau GmbH - Obige Grafik in der Großansicht hier

Verkehrskonzept Flyer

Am 28. Mai 2018 fand das 2. öffentliche Treffen zum Verkehrskonzept in der südlichen Luisenstadt statt.

Vielschichtige verkehrliche Probleme diskutierte Bezirksstadtrat Florian Schmidt im Rahmen eines Workshops mit interessierten Bürgern:

Wie kann der Fuß- und Radverkehr fur Alle sicherer und komfortabler gestaltet werden?
Wie konnen der Pkw-Verkehr, das Parken und das Liefern vertraglich organisiert werden?

Für den Bürgerverein Luisenstadt war Volker Hobrack dabei.

und ein umwelt- und anwohnerfreundliches Verkehrskonzept setzte sich ab Januar 2006 die Arbeitsgruppe Verkehr ein.

 

Begehung mit Ordnungsamt am 14.2.2013 zeigt Notwendigkeit für Verkehrsberuhigung
Begehung mit Ordnungsamt am 14.2.2013 zeigt Notwendigkeit für Verkehrsberuhigung
Bei einer gemeinsamen Begehung von Mitarbeitern des Ordnungsamtes und der Verkehrs AG an einem normalen Vormittag außerhalb der Hauptverkehrszeit zwischen 10.30 und 11 Uhr war es mitunter kaum möglich, die Straßen am Engelbecken zügig und sicher zu überqueren.

Engelbecken Perspektive NordwestAm Freitag-Nachmittag, 15. 03. 2013, machten sich Bezirksabgeordnete der SPD, der Grünen und der CDU und Anwohner der Luisenstadt bei einer Ortsbegehung ein Bild von der angespannten Verkehrssituation rings um das Engelbecken.

Paul Spies Direktor Interview 2021
Paul Spies, Direktor Stiftung Stadtmuseum Berlin
(Foto: Stadtmuseum Berlin)

Flanieren und verweilen auf der Waisenbrücke: "… einerseits pragmatisch bleiben, andererseits kreativ sein …"

Gespräch mit Paul Spies, Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin, am 22. April 2021

Diskussionsveranstaltung Verkehrskonzept
Die Bemühungen des Bürgervereins zur Lösung der Verkehrsprobleme in der Luisenstadt werden jetzt endlich vom Bezirksamt ernst genommen.

Vier Monate nach der öffentlichen Veranstaltung des Bürgervereins im November 2013 informiert nun auch das Bezirksamt.

Nehmen wir die Gelegenheit wahr und diskutieren mit den Fachleuten über dringend notwendige Verkehrsregelungen. Auch Sie sind herzlich eingeladen.

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Die Bürgerversammlung zum Thema Verkehr in der Luisenstadt war aus unserer Sicht ein sehr schöner Erfolg. Etwa 120 AnwohnerInnen erfuhren Einzelheiten durch anwesende Bezirksplaner und Vetreter unserer Verkehrs-AG, diskutierten anschließend über Einwendungen und neue Vorschläge. Schreiben Sie uns doch bitte Ihre Eindrücke an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Vielen Dank.

Verkehrskonzept 2015 530
Seit Mitte Mai 2015 ist das Verkehrskonzept nördliche Luisenstadt veröffentlicht. Erstellt wurde es bereits im Dezember 2014.

Wir stellen es zur Information hier auf unserer Homepage zur Verfügung. Der Bürgerverein Luisenstadt und die Betroffenenvertretung des Sanierungsgebietes waren an der Erarbeitung beteiligt und konnten zahlreiche Vorschläge von Bürgern an die zuständigen Stellen weiterleiten. Was davon ist nun in dieses offizielle Konzept eingeflossen...?

Parkzonen Grafik


Bereits im September 2016 beschlossen, wurde der Termin für den Beginn der Parkraumbewirtschaftung mehrfach verschoben. Am 1. November 2017 gab es für die Anwohner einen "Infotag". Und nun geht es also tatsächlich los, und zwar am Freitag, den 1. Juni 2018. Die Hinweisschilder sind aufgestellt, die Parkautomaten vorbereitet.

Die Ausgabe 7/2017 der "ecke köpenicker" beschreibt das genauere Procedere der Blech-Bewirtschaftung und wer wie an die Park-Vignetten kommt. Schauen Sie hier rein.

Persönlichkeiten aus der Luisenstadt: Georg Wertheim

Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Simone Ladwig-Winters 
Mittwoch 22. März 2023 um 20:00 Uhr 
Treffpunkt: Buchhandlung Moritzplatz im Aufbau Haus, Prinzenstraße 85, 10969 Berlin
 
Warenhaus Wertheim am Moritzplatz - 1914Georg Wertheim, 1854 in Stralsund geboren, eröffnete 1890 sein erstes Berliner Geschäft direkt am Moritzplatz. Schon bald entwickelte er in Zusammenarbeit mit dem Architekten Messel die Idee eines Warenhauses. In der Oranienstraße 53/54 wurde 1894 ein Gebäude errichtet, große Schaufenster lockten die KundInnen. Weitere Filialen folgten, auch ein riesiges Haus am Leipziger Platz. Am Moritzplatz öffnete 1913 ein moderner Neubau seine Pforten.
 

Georg Wertheim und seine Familie kannten als Juden antisemitische Angriffe. Die Taufe half wenig dagegen. Aber nachdem die Nazis 1933 an die Macht gelangt waren, wurde das Unternehmen immer heftiger attackiert. Der Name verschwand. Georg Wertheim selbst musste ausscheiden und emigrieren. Das Warenhaus am Moritzplatz wurde im Krieg zerstört - das Ende von Wertheim in der Luisenstadt.

 

Dr. Simone Ladwig-Winters: Expertin für deutsch- und jüdische Geschichte der Neuzeit, Hrsg. von "Anwalt ohne Recht. Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933" und Autorin von "Die Wertheims. Geschichte einer Familie".

Der Beginn des Rundfunks: Spuren der Radiogeschichte in der Luisenstadt

Vortrag von Dr. Andreas Splanemann
Mittwoch 8. Februar 2023 um 19:30 Uhr 
Treffpunkt: Stadtteilladen dialog 101, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin. U-Bahnhof Heinrich-Heine-Str.
 
Radio E82W von Huth Signalbau 1929Vor knapp 100 Jahren, am 29. Oktober 1923, wurde in Berlin der regelmäßige deutsche Unterhaltungsrundfunk gestartet. Das neue Radio begeisterte und interessierte das Publikum. Bereits ein Jahr später fand in Berlin die erste Große Deutsche Funkausstellung statt. In den Anfangsjahren des Radios war der weitaus größte Teil der deutschen Funkindustrie in Berlin beheimatet. Viele Unternehmen hatten in Kreuzberg und Mitte, so auch in der Köpenicker Straße in den 1920er Jahren ihren Sitz. Mit seinem Vortrag lädt Andreas Splanemann die Zuhörenden zu einer Zeitreise ins Jahr 1923 ein. Er schildert, mit welch einfachen Mitteln der Hörfunk in Berlin begann und wird uns u.a. Adele Proesler vorstellen, die als „Funkprinzessin“ zu den ersten und sehr wenigen Frauen des deutschen Rundfunks gehörte. Und immer wieder führen uns Wege in die Luisenstadt, wo es viele Anknüpfungspunkte zum Radio gab.

 

Dr. Andreas Splanemann: Historiker, Biologe und Radiojournalist, forschte u.a. zu Themen der Berliner Geschichte; seit 1992 Pressesprecher der ÖTV Brandenburg (seit 2001 ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg).

Es ist ein beglückendes Gefühl, Bücher machen zu können …

Gespräch mit Wieland Giebel, Leiter des Berlin Story Verlags, am 23.6.2021

BVL:    Unter dem Dach Berlin Story sind vielfältige Aktivitäten zur Geschichte Berlins zu finden: Seit 1997 bis 2016 Buchladen und Museum mit diversen Ausstellungen an verschiedenen Standorten Unter den Linden, seit 2014 der international bekannte Bunker mit Museum in Kreuzberg sowie der Berlin Story Verlag. Er hat seit 2015 seinen Sitz in der Luisenstadt, am Leuschnerdamm 7 mit Blick auf das Engelbecken.

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Video: Die Allianz Neue Waisenbrücke fordert die Fertigstellung bis 2025

Der Brückentag am 14. Mai 2021 – organisiert durch die Allianz Neue Waisenbrücke – wurde nun filmisch dokumentiert.

Im Youtube Channel des Stadtmuseums ist das 3:35 Minuten kurze Video veröffentlicht und trägt den Titel "Neue Waisenbrücke – Berlins historische Quartiere wieder verbinden":

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Verkehrsplanung für die Oranienstraße jetzt in diesem Film

Abbildung: Screenshot Youtube

Die planende STATTBAU GmbH hat im Namen und im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg einen Film zur Verkehrsplanung in der Oranienstraße online gestellt.

Der Beitrag ist Teil des umfänglichen Beteiligungsverfahrens und soll die daraus entwickelten Planungsergebnisse vorstellen.

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Fertigstellung der Laterne auf St. Thomas

Bild: Für Pfarrer Christoph Heil war eine seiner ersten Aufgaben die Segnung des Turmkreuzes beim Aufsetzen auf die Laterne am 31. März 2021 - in 55 Metern Höhe (Foto: Claudia Hertel)Weihnachts- und Winterpause erzwangen die Unterbrechung der Bauarbeiten. Die Wetterplanen wurden erst Ende Februar 2021 gelüftet für die Wiederaufnahme der Maurerarbeiten. Sie müssen allerdings zu jedem Feierabend erneut festgezurrt werden, weil immer wieder Frostnächte drohen.

Erst der März lässt längere Arbeitsperioden zu. Das sichtbare Sockelmauerwerk schließt in 3 Metern Höhe in einem dickeren Ring von Formsteinen ab. Hier endet der zweischalige Aufbau des Mauerwerks, das nun einschalig weiter aufgeführt wird.

Der Formsteinring bildet einen wulstförmigen Verzierungsring, der an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 1,68 Meter aufweist. Die Formsteine sind speziell nach den abgebrochenen Originalen gebrannt worden. Auch die zur vertikalen Verzierung hochgeführten Halbrundsteine sind nachgefertigt und den Originalen gleich. Sie bilden 12 aufstrebende Verzierungslinien, die die konische Gestaltung des Schaftes betonen.

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