Fußtour 1 - Karte Skizze


> Stadtplan-Skizze der Fußtour in der Großansicht


Leseprobe

Spuren der Luisenstadt

Von Stefan Löffler

Diese erste Tour unseres Buches durchquert jenen Teil der Luisenstadt, der infolge des Zweiten Weltkrieges seinen Charakter völlig verändert hat. Wo heute ruhige begrünte Wohnviertel liegen, fanden sich vor 300 Jahren Gehöfte und Gärten, stand vor 100 Jahren ein typischer Berliner Kiez mit prächtigen Fassaden und tristen Hinterhäusern, Gewerbehöfen, Kaufhäusern, Theatern, Kneipen und anderen Vergnügungsstätten. Der Spaziergang von ca. 2 Stunden führt zu jenen Spuren, die Krieg und Neubau überdauert haben und uns heute noch einiges aus der Geschichte der alten Luisenstadt verraten.

Die Spurensuche beginnt am U-Bahnhof Märkisches Museum (1). Im Bahnhof: farbiges Relief der Karte Berlins im 18. Jh. (in Höhe der Aufsicht) - das graue Dreieck im unteren Teil stellt die Luisenstadt dar. Am Ausgang Neue Roßstraße befand sich früher das Köpenicker Tor: Beginn des Weges in Richtung Süden (Rixdorf, Mittenwalde, Dresden). Nach 1683 wurden Neue Roß- und Wallstraße zum Stadtteil Neukölln am Wasser vereint.An der Kreuzung Neue Roß-, Annenstraße/Alte Jakobstraße (2) stoßen wir auf erste Spuren der Luisenstadt. Diese Straßen gehören zu den ältesten der Vorstadt. Die berühmteste, die Dresdener Straße, fiel dem Aufbau des Heineviertels nach 1945 zum Opfer.

Am winkeligen Verlauf der Alten und Neuen Jakobstraße kann man den Verlauf der Bastionen V und VI der alten Festungsmauer erkennen.

An der Ecke Alte Jakob-/Sebastianstraße (3) (heute Grünanlage) befand sich von 1686 bis 1831 der Friedhof der Petri- und der Sebastianskirchgemeinde und danach eine Parkanlage:

1694: Bau einer Holzkirche, der Sebastianskirche
1751: Neubau aus Stein
Nach 1802: Luisenstadt-Kirche. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt
1964: Sprengung

Fusztour 1 Sebastianskrche

Weiter auf der Alten Jakobstraße überqueren wir die ehemalige Mauer. Reste auf der Stallschreiberstraße (4) sichtbar. Diese Straße entstand als Verbindungsweg zum Kottbusser Tor. Den Namen hat sie vom kurfürstlichen Stallmeister, der hier wohnte. Nach 1685 errichteten ausländische Kolonisten hier Gärtnereien.

Die Gartenstadt Otto-Suhr-Viertel entstand 1956-1963 als Teil des Projektes "Wiederaufbau des City-Gebietes in der Luisenstadt".

In der Kommandantenstraße: Gedenkstein für das Theater des Jüdischen Kulturbundes (bestand von 1935-1941).

Der Waldeckpark (5) war seit ca. 1604 Armenfriedhof und später Begräbnisstätte der Petrigemeinde. Aus dieser Zeit: der Grabstein für den königl. Stallmeister Ernst Ferdinand Ayrer. Die Stadt erwarb nach 1864 das Land und legte den Park an. 1889: Enthüllung des Denkmals für den liberalen Politiker Benedikt Franz Leo Waldeck (1802-1870) von H. Walger.

Rechterhand beiderseits der Oranienstraße die Bundesdruckerei und die ehemalige Reichsschuldenverwaltung.

Eine weitere Spur der Luisenstadt ist in der Oranienstraße 132 zu finden: die Jacobi-Kirche (6). Errichtet 1844-1845 im Stil altchristlicher Basiliken (Architekt: A. Stüler). Nach starker Beschädigung im Februar 1945 Wiederaufbau 1953-1957. Die Pfarrhäuser an der Südseite entstanden 1980-1981.

Reste der gewerblichen Tradition der Luisenstadt trifft man in der Ritter- und Prinzenstraße. Die Firma Aqua Butzke (7), bekannt für ihre Sanitärarmaturen, wurde 1873 gegründet. 1927: Fusion mit der Firma Bernhard Joseph (Erfinder des Aqua-Hochdruckspülers) und Übernahme des heutigen Standorts.

Wieder zurück auf die Oranienstraße. In Nr. 64 lebte der Komponist Paul Lincke, an ihn erinnert die Büste. Gegenüber der Elsnerhof (erb. 1912-1914), Sitz der ehem. bekannten Druckerei und Verlagsbuchhandlung Otto Elsner.

Die Anlage des Moritzplatzes (8) geht auf Lenné zurück. Ehemals war hier ein Zentrum der Luisenstadt. Verschwundene Zeugen: das Wertheim-Kaufhaus (1912/1913 errichtet), das bekannte Café Nagler, das Gartenetablissement Buggenhagen (später von Aschinger übernommen), das Hotel "Deutscher Hof", das Parodie-Theater sowie kleine Geschäfte und Kneipen.

Krieg und Teilung der Stadt prägten seinen heutigen tristen Charakter. Geplant ist ein Ost-West-Handelszentrum am ehemaligen Wertheim-Standort. Der Neubau zur Prinzenstraße beherbergt ein bekanntes Unternehmen, die Klavierfirma Bechstein. Seit 1880 in der Ohlauer Straße ansässig, wurde 1989 dieser Bau bezogen.

Die Oranienstraße hat ihren Namen von den französischen Flüchtlingen (den "Oraniern"), die sich hier Ende des 17. Jh. niederließen. Gebäude ehem. Warenhäuser (z.B. Oranienstr. 40/41 - ehem. Brenningmeyer), bekannte Kneipen (z.B. Max und Moritz, Oranienstr. 162), Gewerbehöfe (Oranienhof, Oranienstr. 183), das Schmale Haus (Oranienstr. 46) zeugen von der Vergangenheit. Second-Hand-Shops, Buchläden und Antiquariate, Szenekneipen und türkische Obst- und Gemüsegeschäfte prägen heute die Straße.

Der Oranienplatz (9) geht auch auf Lenné zurück. Hier kreuzte der Luisenstädtische Kanal (heute Grünzug) die Oranienstraße. Sehenswert: das ehemalige Warenhaus der Konsumgenossenschaft (Oranienplatz 4-10, erb. 1930-1932, Architekten: M. Taut und F. Hoffmann, typisches Beispiel für die "Neue Sachlichkeit").

Fusztour 1 Kaufhaus 800

Wir überqueren den Platz zur Dresdener Straße. Diese Straße verkam nach dem Bau des Neuen Kreuzberger Zentrums zur Sackgasse. Es blieben aber noch einige Spuren der Vergangenheit übrig: in der Nr. 12 ein typischer Hinterhof mit Toilettenhäuschen; im Quergebäude der Nr. 127 (heute Spielplatz) befand sich von 1910-1927 die Synagoge des jüdischen Privatvereins Ahawas Reim. Louisenstädtischer Brüderverein; in Nr. 8 die Möbelfirma Olfe (1832 in der Stallschreiberstraße gegründet, seit 1945 hier).

Das Kottbusser Tor (10) entstand 1735, als die Festungsmauer geschleift und die Akzisemauer (heute Verlauf der U 1) errichtet wurde. Mit deren Abriß 1867-1869 verschwand das Tor. In den Jahren 1974-1976 entstand im Rahmen der Abrißsanierung das Neue Kreuzberger Zentrum. Am U-Bahnhof endet die Spurensuche in der alten Luisenstadt.


Text und Illustration:
Auszug aus unserem Nachdruck des Buches „Die Luisenstadt - Geschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil“, wiedergegeben hier die Seiten 226 – 231. Abbildungen in Schwarz-Weiß ebenfalls dem Buch entnommen. Weitere neun historische Fußtouren finden Sie in diesem Nachdruck, kürzlich herausgegeben als Neuauflage des vergriffenen Titel von 1995 vom Bürgerverein Luisenstadt. -

Diese Fußtouren wurden Anfang der 90er Jahre von Mitgliedern und Mitarbeitern unseres Bürgervereins erarbeitet.

Begeben Sie sich mal heutzutage auf diese Spuren und vergleichen Sie gestern und heute. Die akribisch gesammelten, historischen Hintergrund-Daten erweitern Ihr Wissen über den Kiez, der nun vielleicht auch Ihrer ist.


Fakten aus der Geschichte der Luisenstadt:

um 1600 Entstehung der Köpenicker Vorstadt mit Gärten, Äckern und Vorwerken
1641 Niederbrennung der Vorstadt - in den folgenden Jahren Neuaufbau durch Einheimische und französische Flüchtlinge
1658-1683 Bau des Festungswalls um Berlin und Cölln
1694-1695 Errichtung der Sebastianskirche an der Alten Jakobstraße
1701 Vorstädte erhalten Bürgerrecht
1734-1737 Bau der Akzisemauer mit Schlesischem, Kottbusser und Halleschem Tor
1751-1753 Neubau der Sebastianskirche nach Überschwemmung in der Vorstadt
1802 Verleihung des Namens Luisenstadt
1840-1841 Pläne zur Bebauung des Köpenicker Feldes von Peter Josef Lenné
1844-1845 Bau der St.-Jacobi-Kirche
1848-1852 Bau des Luisenstädtischen Kanals
nach 1860 Ausbau der Luisenstadt -Entstehung der typischen Mischung von Wohnen und Gewerbe
1867-1869 Abriß der Stadtmauer
1902 Bau der Oststrecke der Hoch- und U-Balm (Linie 1)
1920 Neue Stadtgemeinde Berlin - Aufteilung der Luisenstadt zwischen Mitte und Kreuzberg
nach 1926 Zuschüttung des Luisenstädtischen Kanals beim Bau der U-Bahn Neukölln/Gesundbrunnen
1945 Zerstörung. des westlichen Teils der Luisenstadt durch Bombenangriffe
1961 Bau der Mauer quer durch die Luisenstadt
1989-1990 Fall der Mauer - Bepflanzung des Streifens zwischen Engelbecken und Schillingbrücke mit Bäumen


Text und Illustration: Auszug aus unserem Nachdruck des Buches "Die Luisenstadt - Geschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil". Seite 226 - 231. Abbildungen in Schwarz-Weiß ebenfalls dem Buch entnommen.
Diese Tour ausdrucken hier - Druckversion herunterladen


- Nächste Historische Fußtour No 2: "Vom Urbanhafen zur Schillingbrücke" hier lesen


Weitere neun historische Fußtouren finden Sie in unserem Nachdruck, kürzlich herausgegeben vom Bürgerverein Luisenstadt als Neuauflage des vergriffenen Titel von 1995.

 

 

Cover Luisenstadt 200

Mehr über das Buch und die Bezugsmöglichkeit hier. Mit dem Erwerb unterstützen Sie unsere ehrenamtliche Gemeinwohl-Arbeit für unsere Luisenstadt.

Und demnächst lesen Sie hier online die zweite Fußtour aus unserer neuen Serie Fußtouren in der Luisenstadt:

Mit Frank Eberhardt (Gründungsmitglied und damaliger Vorstand des Bürgervereins Luisenstadt):

"Von Kirche zu Kirche in der Luisenstadt"

Aus dem Inhaltsverzeichnis des Buches:

Luisenstadt Buch 1 Fusztouren


Fusztour 1 Luisenstadt Wappen


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Cover Die LuisenstadtLange vergriffen, wie haben es erneuert und wiederaufgelegt.. Bestellen Sie bei uns im Büro, im Buchhandel oder in Ihrer Buchhandlung - Haben Sie es schon? - Mehr Info eisfabrik neuNeu: Unsere Broschüre zur Geschichte der Eisfabrik: "Die Eisfabrik - gestern · heute · morgen".Viele, teils farbige Abbildungen. Erschienen September 2019. Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

Historischer_Pfad_Leseprobe
Unsere Geschichts-Broschüre
"Ein historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel". Viele Abbildungen mit erläuternden Texten - Hier formlos per eMail im Büro bestellen. Mehr Info

-> Weitere Publikationen zur Luisenstadt


Baustelle Eisfabrik und Gedenktafel - Neues aus der Köpenicker Straße

Eisfabrik - Erster Sanierungsabschnitt demnächst fertiggestellt

Ende Juli wurden die Gerüste am Quergebäude entfernt. Hier und da laufen noch Arbeiten am Gebäude, aber das Gröbste ist abgeschlossen. Die Sanierung war doch sehr aufwendig, teilweise mussten Stahlträger in den Betondecken erneuert werden.

Das Gebäude wurde 1910 durch die Norddeutschen Eiswerke zur Vermietung an Firmen errichtet. So befanden sich hier z.B. Druckereien und ein Maschinenhandelsunternehmen.

In den 1930er Jahren wurde das Gebäude zum Kühlhaus umgebaut, wozu die Fenster geschlossen wurden und das Gebäude mit Technik ausgestattet und gedämmt wurde.

Es blieb bis 1995 in Betrieb. Die Treuhandanstalt TLG ließ das denkmalgeschützte Gebäude verfallen, in mehreren Präsentationen zum Gelände war es nicht mehr zu sehen.

Das Unternehmen Trockland hat es nun zur Vermietung an Gewerbetreibende saniert, die Fassade ist wieder offen und das Gebäude lichtdurchströmt.

In der Welt des Internet finden sich Hinweise darauf, daß hier ab September Räumlichkeiten zu mieten sind. Die übrigen Gebäude benötigen noch etwas Zeit.

Foto oben: Ehemaliges Kühlhaus, Norddeutsche Eiswerke, Köpenicker Straße 40/41



Zwangsarbeit bei Salamander

Auch in der Köpenicker Straße musste während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für verschiedenste Firmen geleistet werden. So auch für die Schuhfirma Salamander. Besonders darauf aufmerksam gemacht hat Vera Friedländer.

Neben Zwangsarbeitern aus Osteuropa und Frankreich wurde auch Vera Friedländer als sogenannte "Halbjüdin" dort zur Arbeit gezwungen.

Neben der harten, von der SS überwachten Arbeit stellte sich auch die Frage, woher all die nichtmarkierten Schuhe kamen. Gab es keine Eigentümer, die ihre reparierten Schuhe zurückhaben wollten?

Als Vera Friedländer nach dem Krieg das Unternehmen mit der Zwangsarbeit konfrontierte, leugnete das Unternehmen, eine Reparaturwerkstatt in Berlin gehabt zu haben. Aber ihr Stempel im Ausweis und die amtlichen Einträge waren deutliche Beweise.

In der Firmenbiographie behauptete das Unternehmen, dass nur freiwillige Ostarbeiter für die Firma tätig waren. Das war Anlass für die in Kreuzberg wohnende Vera Friedländer zu recherchieren und so veröffentlichte sie u.a. die Bücher "Man kann nicht eine halbe Jüdin sein" und "Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander".

Vera Friedländer war lange aktiv, um zu verhindern, dass sich solche Ereignisse wiederholen. Vera Friedländer starb im Oktober 2019 im Alter von 91 Jahren.

Im März 2020 wurde diese Gedenktafel für die Zwangsarbeiter der Firma Salamander am ehemaligen Reparaturbetrieb des Schuhherstellers in der Köpenicker Straße 6a angebracht.

Foto unten: Von OTFW, Berlin - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=87001165

Weitere Informationen:

de.wikipedia.org/wiki/Vera_Friedl%C3%A4nder

2017 führte uns unsere AG Geschichte auf den Spuren der Zwangsarbeit in der Luisenstadt


Mehr Eisfabrik auf unserer Website hier

Und unsere Broschüre zur Geschichte der Eisfabrik


Sowie www.Berlin-Eisfabrik.de und www.Eiswerk-Berlin.com


 

 

Sa 8·August 2020: Das rbb HEIMATJOURNAL ist mal wieder in unserer Luisenstadt

Wir geben hier gern die Info- und Serviceseite der Sendung weiter

Berlin - von Kreuzberg nach Mitte

Auf der Alten und Neuen Jakobstraße unterwegs

Die Alte und Neue Jakobstraße passen vielleicht nicht so ganz zu den Erwartungen an Kreuzberg und Mitte. Aber der erste Blick trügt. Denn auf den zweiten Blick gibt es Spektakuläres zu entdecken. Geprägt wurden Straße und Straßenverlauf schon immer vom Wandel in der Großstadt. Mal Zeitungsviertel, mal jüdisches Viertel und heute ist es ein bunter lebendiger Kiez.

Der Garten hinterm Sicherheitszaun
Ein Blick durch Gitterstäbe offenbart den „Paradiesgarten“ am Jüdischen Museum. Wunderbar zum Sonnenbaden und Buchlesen oder einfach zum Faulenzen mitten in der Großstadt. Und mit versteckten Geheimnissen: einer Schlange und einem Trümmerberg. Der Weg ins Paradies führt einmal durch die Sicherheitsschleuse vom Jüdischen Museum. Bülent Durmus ist der Organisationsdirektor.

Das geheimnisvolle Patent- und Markenamt
Das Deutsches Patent- und Markenamt und auch das Europäische Patentamt thronen an der Alten Jakobstraße. Seit 1877 werden dort überraschende Ideen hineingetragen, wie z.B. ein beleuchteter Stopfpilz oder ein schmerzhafter Schutz vor Fahrraddiebstählen. Wegen Corona darf das Haus derzeit nicht besucht werden. Aber das HEIMATJOURNAL hat einen Weg gefunden, trotzdem hineinzuschauen.

Der Bolzplatz vor der Bundesdruckerei
In der Alten Jakobstraße liegt der Waldeckpark. Inmitten satten Grüns versteckt sich ein Fußballplatz. Der wurde mal für die Beschäftigten der benachbarten Bundesdruckerei gebaut. Heute steht er für alle offen, ist aber vor allem Heimplatz des Fußballclubs „Hilal Spor“. Dieser vereint Spieler verschiedenster Herkünfte, vor allem aber mit türkischen Wurzeln.

Whiskey in der Neuen Jakobstraße
Die Alte Jakobstraße ist etwa 1,7 Kilometer lang und geht direkt in die Neue Jakobstraße über, die nur ein paar hundert Meter misst. Dabei ist die Neue auch schon rund 250 Jahre alt. Dort wird die Straße eher typisch Mitte, mit spannenden Restaurants und Tischen auf dem Bürgersteig. Wie das "Dude" im gleichnamigen Hotel. 180 Sorten Whiskey werden dort serviert.

Die Serviceinformationen zur Sendung

Extratipp: Sonderausstellung Berlinische Galerie

"Arbeiten auf Papier - von 1945 bis heute" - unter dem Motto zeigt das Museum Werke von über 60 Künstler*innen und damit ihren Blick auf die Großstadt Berlin. Berlin feiert dieses Jahr das 100-jährige Jubiläum seiner Stadtgeschichte.

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124
10969 Berlin
https://berlinischegalerie.de/

Grünanlage im Museum

Paradiesgarten
Eingang Jüdisches Museum
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
https://www.jmberlin.de/

Buchen Sie Tickets für ein bestimmtes Zeitfenster, für öffentliche Führungen oder für Veranstaltungen online. Der Vorverkauf für Museumstickets startet immer zehn Tage vor dem jeweiligen Datum.

Hotel und Restaurant

The Dude
Köpenicker Straße 92
10179 Berlin
https://www.thedudeberlin.com/

Behörde für die Kreativen

Deutsches Patent- und Markenamt
Gitschiner Straße 97
10969 Berlin
https://www.dpma.de/

Der Bolzplatz in der Großstadt

Sportplatz Waldeckpark
Alte Jakobstraße 40
10969 Berlin-Kreuzberg

Fußballverein Hilalspor
https://www.hilalspor-berlin.de/

 

Quelle: Newsletter HEIMATJOURNAL


HEIMATJOURNAL im rbb Fernsehen: samstags um 19:00 Uhr, Wiederholungen am Sonntag und Montag, sichtbar in der Mediathek
HEIMATJOURNAL im Internet: www.rbb-online.de/heimatjournal/




 

Gieß- und Aktionskalender 2020: GRÜN FÜR LUISE - Notruf der Bäume

Aktion GRÜN FÜR LUISE
Mit Gieß- und Aktionskalender 2020

Auch in diesem Jahr gehen fortlaufend Notufe der Bäume bei uns ein. Der Zwischendurch-Regen reicht bei weitem nicht aus, um in der Tiefe die Baumwurzeln ausreichend zu versorgen.

Unsere AG GRÜN FÜR LUISE hat einen neuen Gieß- und Aktionskalender aufgestellt, der wechselnde Aktionsorte und Termine berücksichtigt.

Bitte notieren Sie sich die Termine und seien Sie dabei. Die Bäume, und wir, die Bewohner danken sehr.

  • Mittwoch 29.07., 18 Uhr, Gießen auf dem Michaelkirchplatz
  • Mittwoch 05.08., 17:30 Uhr, gemeinsame Gießaktion zu Gunsten der Straßenbäume auf der nördlichen Seite des Michaelkirchplatzes/ Kreuzung Michaelkirchstraße gemeinsam mit der SPD-Gruppe Luisenstadt (Hydrant vor dem „Berliner Wappen“ wird angezapft).
    Siehe dazu das Bild oben, Großansicht hier
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Sa 15·Aug: Rundgang mit Lesung - Historischer Pfad im Heinrich-Heine-Viertel

Wir sind wieder da!

Die Armenschule in der Annenstraße, um 1870

Unsere AG Geschichte hat wieder drei Veranstaltungen vorbereitet, jeweils für August, September und Oktober. Wir begeben uns im August auf die Spuren der Vergangenheit eines vielseitigen Viertels in der Luisenstadt.

Das Neanderviertel, ab 1966 Heinrich-Heine-Viertel, ist das erste große Wohnungsbauprojekt, das nach dem 2. Weltkrieg in Plattenbauweise in Ostberlin realisiert wurde.

Mit rund 2.500 Wohnungen ist das Heinrich-Heine-Viertel heute das größte Genossenschaftsquartier im Zentrum Berlins.

Die Fläche, über die sich das Viertel erstreckt, könnte mehr Geschichte kaum enthalten.

Wir lesen auf unserem Spaziergang aus der Broschüre, die Mitglieder des Bürgervereins Luisenstadt über das Gebiet des Heinrich-Heine-Viertels herausgebracht haben.

Stationen sind u. a. die erste städtische Turnhalle aus dem Jahr 1864 (Bild unten), die erste Kaufhalle des neu entstandenen Wohnviertels, eine Armenschule (Bild oben) und eine der vielen Vergnügungsstätten, die es bis zum 2. Weltkrieg in dieser Gegend gab.

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NEU Juli/August 2020: ecke köpenicker No. 3 erschienen

Die ecke No. 3 für Juli/August 2020 enthält die Schwerpunkte Wohnungsneubau im Heinrich-Heine-Viertel, Teepeeland, Köllnischer Park und Bärenzwinger. Und das sind alle Themen:

  • Bedarfsgerechter Wohnungsneubau - Sozialstudie Heinrich-Heine-Viertel
  • Bärenzwinger: Visionen für einen Kulturstandort. Öffentliches Forum zur Zukunft des Orts am 3. September 2020
  • Stadtteilladen wieder offen: Mundschutz ist erforderlich
  • Bautätigkeit in der Nördlichen Luisenstadt: Erneuerungen im Köllnischen Park
  • Nachrichten/Leserecke: Kita Alegria
  • Neues vom Bürgerverein Luisenstadt: Spendenaufruf "Aktion Dankeschön" für unsere Alltagshelden / AG Grün / Stammtisch / Website
  • Bürohäuser treiben die Grundstückspreise: Die neuen Bodenrichtwerte für die Luisenstadt im Bezirk Mitte
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Stadtgeschichte mit Leidenschaft - Ein Besuch bei Dr. Kurt Wernicke

Claudia Hertel und Volker Hobrack vom Bürgerverein Luisenstadt zu Gast bei Historiker Kurt Wernicke

Angemeldet per E-Mail und bestätigt per Telefon vermittelt der erste Kontakt den Eindruck eine lebhafte Person anzutreffen.

Wir kommen zu zweit und werden herzlich begrüßt und in seine kleine Wohnung hineingebeten.

Hier in einem Köpenicker Neubauviertel wohnt er seit wenigen Jahren in einer Q3-Wohnung, nachdem seine Frau gestorben ist und er hunderte Bücher seiner Bibliothek aus Platzmangel dem Heimatverein Köpenick übergeben hat.

Trotzdem ergibt sich der Eindruck einer Schreibwerkstatt um den PC-Arbeitsplatz herum unter Literatur- und Heimatkalendern und Bücherregalen.

Mit 90 ist Kurt Wernicke immer noch mit historischen Themen befasst mit einem täglich selbst abgesteckten Arbeitspensum.

Im kleinen Wohnzimmer sind die Kaffeetassen platziert und hier beginnt er zu erzählen.

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