• Persönlichkeiten aus der Luisenstadt: Jeannette Schwerin (1852- 1899) - eine vergessene jüdische Sozial- und Bildungsreformerin

    Vortrag der Sozialhistorikerin Prof. Susanne Zeller mit einem ergänzenden Beitrag von Frauke Mahrt-Thomsen

    Mittwoch 26. Oktober 2022,  19.30 - 21.00 Uhr

    Treffpunkt: dialog 101. Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin
     
    2022BonaPeiser 03Jeannette Schwerin um 1890

    Die aus einem sozial engagierten jüdischen Elternhaus stammende Jeanette Schwerin hat mit der Gründung zweier zukunftsweisender Institutionen - "Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit" und "Jahreskurs für Wohlfahrtspflege" - die alte polizeiliche Armenpflege in Preußen reformiert und die bis heute gültigen Grundlagen der Sozialen Arbeit in Deutschland geschaffen. Sie wurde eine bedeutende Vertreterin der bürgerlichen Frauenbewegung und gehörte 1892 zu den MitbegründerInnen der "Deutschen Gesellschaft für Ethische Kultur".
    Dort engagierte sie sich - in enger Zusammenarbeit mit der ersten deutschen Bibliothekarin Bona Peiser - für den besseren Bildungszugang der Arbeiter und Angestellten durch die Unterstützung der "Ersten öffentlichen Lesehalle zu Berlin".

    Prof. Dr. Susanne Zeller lehrte 24 Jahre Theorie, Geschichte und Berufsethik an der Fachhochschule Erfurt und ist weiterhin Lehrbeauftragte an verschiedenen deutschen Hochschulen.

    Frauke Mahrt-Thomsen arbeitete von 1967-2008 als Diplombibliothekarin an der Stadtbibliothek (Friedrichshain-) Kreuzberg.

     
  • Sommerfest 2022

     
     

    2022BonaPeiser 03Sommerfest 2022

    Liebe Freundinnen und Freunde der Luisenstadt,

    unser Bürgerverein feierte im Juni sein 31-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß fand - endlich mal wieder in Präsenz - auf dem Michaelkirchplatz ein kleines Sommerfest statt. Wir werden uns natürlich auch zukünftig für die Luisenstadt und ihre Menschen einsetzen. Ihr Interesse und ihr Engagement ist weiterhin herzlich willkommen. Sei es im Sommer beim Bäumegießen oder ab Frühherbst bei unseren Informations- und Mitmachveranstaltungen. Schauen Sie deshalb öfter mal in die Terminankündigungen hier auf dieser Website oder in unseren Quartalsflyer (liegt in Supermärkten und im Café am Engelbecken aus).

    Man sieht sich!

     

     
  • Erfreulich: die Michaelkirchstraße soll ruhiger, grüner und klimafreundlicher werden und die Planungen kommen voran 

     

    Die Michaelkirchstraße ist Teil eines übergeordneten Grünzugs von der Spree über das Engelbecken und den Luisenstädtischen Kanal bis zum Urbanhafen. Um den von 10- und 11-geschossigen Hochhäusern gesäumten Straßenabschnitt im Bereich von der Köpenicker Straße bis zum Michaelkirchplatz aufzuwerten und eine Nutzung als grünen Aufenthaltsraum zu ermöglichen, wurde Ende März 2022 ein von den beauftragten Planungsbüros bgmr Landschaftsarchitekten und Gruppe planwerk erarbeitetes Planungskonzept im Sanierungsbeirat vorgestellt. Es sieht eine Umgestaltung der Straße als Fahrradstraße im Gegenverkehr entsprechend den Anforderungen des Mobilitätsgesetzes vor.  Dadurch und durch die Einengung der Fahrbahn soll unerwünschter Durchgangsverkehr verhindert werden. Durch zusätzliche Versickerungsflächen soll eine optimalere Regenwasser-bewirtschaftung gelingen und zur Entlastung des unterirdischen Mischwasserkanals bei Starkregen beitragen. An der östlichen Straßenseite soll eine neue Baumreihe angepflanzt werden. Die große Breite der Straße von über 50 Metern ermöglicht es, dieses Konzept umzusetzen, allerdings zu Lasten etlicher Autostellplätze, die z.Zt. noch beide Seiten der Straße säumen. Ungefähr die Hälfte soll durch die Umgestaltung wegfallen. 

    Vision für die Michaelkirchstraße. © bgmr Landschaftsarchitekten 

     

    Darüber gab es schon in der ersten Runde der Bürgerbeteiligung (Online Kiezspaziergang April 2021) lebhafte Auseinandersetzungen und Kritik von Anwohnern. In der im Oktober 2021 fortgesetzten zweiten Phase der Bürgerbeteiligung (Workshop) wurde die Kritik an wegfallenden Parkplätzen wieder deutlich formuliert vorgetragen. Gleichzeitig hatten jedoch mehrere Teilnehmer viele Aspekte der vorgestellten Planungsvarianten befürwortet und konkrete Vorschläge zu Verbesserung der Aufenthaltsqualität vorgetragen (Parkbänke, mehr Raum für Freizeitnutzung, Hochbeete, weniger Parkplätze, mehr Bäume, Wasserquellen  u.a.). Aus allen diesen Anregungen und den übergeordneten Vorgaben haben die Planer drei Ausführungsvarianten erarbeitet. Eine davon, die Variante 3, ist die oben genannte Vorzugsvariante vom März 22. Sie wurde allerdings dahingehend noch überarbeitet, dass mehr Parkplätze als ursprünglich angedacht erhalten bleiben.  Hier die wichtigsten Aspekte in Kürze:

     

    • - eine 6m breite Fahrstraße (statt bisher 9m) 
    • - Verringerung der Stellplätze von 165 auf 71      
    • - Baumreihe an der östlichen Straßenseite 
    • - Fahrradstraße mit Schild „Anlieger frei“ 
    • - Schließung der Melchiorstraße für Autos an der Ecke der Sechseckfläche (Michaelkirchplatz) 
    • - Fahrradstellplätze , Versickerungsmulden, Ruheplätze … 
    • - Stadtplatz am von der WBM geplanten Turmhaus-Neubau  Ecke Michaelkirchstraße /Köpenicker Straße
        als Erinnerungsort an die Gebrüder Lilienthal 

     

    Bevor die jetzige Vorzugsvariante in die Ausführungsplanung geht, ist ein Beschluss des Bezirksamtes notwendig. Eine Realisierung des Vorhabens könnte frühestens 2023 beginnen. 

    VH 

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zeitlabor 2019

Bei uns in der Luisenstadt

Rosie Kühne vom Bürgerverein Luisenstadt und dem Luisenstadt Stammtisch im Restaurant Rosengarten hat dankenswerterweise zahlreiche Veranstaltungen in Mitte und Kreuzberg zum denkwürdigen Jubiläum des Mauerfalls 1989 zusammengetragen.

 
Sonnabend 16. November 2019, 19 Uhr

30 Jahre Mauerfall - Lesung und Diskussion - Jan Plamper: "Das neue Wir – warum Migration dazugehört"
"Der Autor liest aus „Das neue Wir. Warum Migration dazugehört: Eine andere Geschichte der Deutschen“ (S. Fischer) und stellt seine vieldiskutierte Vision vor, wie wir Deutschland neu denken, zu einem neuen Wir-Gefühl kommen können. Wider die Aufgeregtheit macht die historische Perspektive Mut – für die Gegenwart und für die Zukunft.
Jan Plamper, geboren 1970, lebte viele Jahre in den USA und Russland und pendelt heute zwischen Berlin und London, wo er als Professor für Geschichte am Goldsmiths College lehrt."

Buchhandlung Moritzplatz im Aufbau Haus, Prinzenstraße 85
Buch-Moritzplatz.Buchhandlung.de/../veranstaltungen
 
Mittwoch 20. November - Sonntag 24. November 2019

Virtuelle Mauer_ZeitLabor 2.0
"Das Virtuelle Mauer_ZeitLabor 2.0 ist ein Erinnerungs- und Begegnungsraum für alle Generationen, der zu realen und virtuellen Stadterkundungen einlädt. Hier entsteht ein lebendiger Dialog und Austausch über gelebte Geschichte zwischen Zeitzeug*innen und Besucher*innen.

Anlässlich des Mauerfalls vor 30 Jahren wird im CLB die interaktive 3D-Installation Virtuelle Mauer/ ReConstructing the Wall gezeigt, in der ein Teilbereich der Mauer, in Ost- und West-Berlin, digital rekonstruiert ist. Per ‚Zeitreisen’ werden in diesem Erinnerungsraum alltägliche Geschichten sowie Ausnahmesituationen vermittelt – vorwiegend in den 80er Jahren, aber auch in den 60ern zur Zeit des Mauerbaus und in der Gegenwart.

Ausgehend vom Moritzplatz und dem ehemaligen Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße über das Engelbecken bis zur Adalbertstraße wird erfahrbar, was die Berliner Mauer für einen Einschnitt darstellte und wie es war, mitten in Berlin an und mit der Mauer zu leben."

Eröffnung:Mittwoch 20.11.19., 18.00 Uhr
Öffnungszeiten: Do.-Sa. 16.00-20.00 Uhr, So. 12.00-15.00 Uhr

Workshops auf Anfrage: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

CLB im Aufbau Haus, Haupteingang zum Veranstaltungsraum im Erdgeschoss des Aufbau Hauses in der Oranienstraße (große Schaufenster)
www.Virtuelle-Mauer-Berlin.de/deutsch/veranstaltungen
www.CLB-Berlin.de/../virtuelle-mauer_zeitlabor-2-0


zeitlabor Screenshot

Bereits im August 2014 präsentierte der Bürgerverein in den Räumen der BEROLINA

"Dieseits und Jenseits der Mauer - Zeitreise in die Vergangenheit im ZeitLabor"

Lesen Sie dazu bitte hier weiter ...


Vorbei

 Sonnabend 2. November 2019, 19 Uhr

30 Jahre Mauerfall - Lesung und Diskussion: Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß"
"Die Autorin beschreibt in ihrem Debütroman den Untergang der DDR und den Aufstieg rechter Gruppen in Brandenburg.
30 Jahre nach dem Mauerfall ist der Gesprächsbedarf zwischen Ost und West unverändert hoch und kein Ende rechter Gewalt in Sicht. Manja Präkels, die für ihr Debut 2018 den deutschen Jugendliteraturpreis gewann, diskutiert im Anschluss an die Lesung über deutsch-deutsche Verhältnisse, rechte Gewalt und die Möglichkeiten ihrer Eindämmung.
Manja Präkels, geboren 1974 in Zehdenick, ist Sängerin der hochgelobten Band „Der singende Tresen“ und Autorin des Lyrikbandes „Tresenlieder“."

Buchhandlung Moritzplatz im Aufbau Haus, Prinzenstraße 85
Buch-Moritzplatz.Buchhandlung.de/../veranstaltungen

 

Sonnabend 9. November 2019, 16 Uhr

Ausstellungseröffnung: "Eins. Getrennt. Vereint"
"Durch die Nähe zur Mauer ist unsere Kirche eine – im wahrsten Sinne des Wortes – herausragende Zeugin der deutsch-deutschen nun 30-jährigen Teilungsgeschichte geworden.  Die Ausstellung wird durch die Bundestiftung der SED-Diktatur gefördert und ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Landschaftsarchitektur der Technischen Universität Braunschweig entstanden."

St. Thomas-Kirche, Bethaniendamm 25-27
www.StThomas-Berlin.de/..
 
Sonntag 10. November 2019, 13 Uhr

Stadtspaziergang am Berliner Mauerweg in der Luisenstadt
Mit Vertretern aus Kirchengemeinden, politischen und bürgerschaftlichen Initiativen
"Wir erinnern am 10. November an diesen Abschnitt der Berliner Geschichte. Wir spazieren gemeinsam entlang der ehemaligen Mauer zwischen Berlin-Mitte und Kreuzberg. An 10 Stationen erzählen Zeitzeug*innen kurze Geschichten und zeigen historische Fotos."

Treffpunkt: 13 Uhr Vor der Jacobi-Kirche, Oranienstraße 133
Abschluss: 16 Uhr, Ökumenischer Gottesdienst, St. Thomas-Kirche, Bethaniendamm 25-27

Eine Einladung unserer AG Geschichte des Bürgervereins Luisenstadt
www.Buergerverein-Luisenstadt.de/../30_Jahre_Mauerfall_Plakat.pdf
www.Buergerverein-Luisenstadt.de/../30-jahre-mauerfall-stadtspaziergang-am-berliner-mauerweg

 

Schicken Sie gern Ihre ergänzenden Veranstaltungs-Tipps per Mail an das Büro unseres Bürgervereins: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!