• Das Cemevi und die Alevitische Gemeinde zu Berlin

    Samstag, 5. Februar 2022 -  10.30 Uhr

    Präsentation durch ein Mitglied der Gemeinde

    Treffpunkt: Foyer des Cemevi (Gemeindezentrum), Waldemstraße 20, 10999 Berlin
     

    IMG 3162
    Innenbereich Alevitische Gemeinde zu Berlin e.V. Foto: Claudia Hertel 2021
    Seit 1979 gibt es die Alevitische Gemeinde zu Berlin e.V.
    Seit 1999 befindet sich das Cemevi, wie die Aleviten ihr Gemeindezentrum nennen, in der Kreuzberger Waldemarstrasse. Das Alevitentum ist eine dem Islam nahestehende Glaubensrichtung. Zu seinen Maximen gehört die Gleichwertigkeit aller Menschen, der Respekt vor jedem Einzelnen und Respekt aller Kulturen. Humanistische Aspekte wie die Bekämpfung von Armut und ein Zugang zu Bildung und Erziehung spielen eine wichtige Rolle.
     
    Die Religionsgemeinschaft der rund 70.000 Berliner Aleviten befasst sich mit Kultur, Bildung und Glaube, aber auch mit den Problemen und Interessen ihrer Mitglieder. Diese kommen aus verschiedenen Landesteilen der Türkei mit jeweils eigenen Traditionen und Sprachen. Die Gemeinde ist sich dieser Pluralität bewusst und setzt sich für die Erhaltung und Pflege dieser Vielfalt ein.
     
    Durch gesellschaftliches Engagement besteht seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der Berliner Verwaltung und mit anderen gesellschaftlichen Initiativen.
     
     Die Anzahl der Teilnehmer ist coronabedingt leider begrenzt. 
    Anmeldung erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Eine Anmeldebestätigung wird erst kurz vor dem Veranstaltungstermin (ca. 7 Tage vorher) erteilt. 
    Alle Corona-Bestimmungen sind einzuhalten.
     
     
     
  • AG GRÜN FÜR LUISE: „Landunter“ im Engelbecken… und Wassermangel an Land 

    Reiher: Foto: Petra Falkenberg
     
     


    Schwanenpaar mit einem Jungschwan. Foto: Petra Falkenberg
    Engagement für die Stadtnatur in der Luisenstadt wird bekanntlich schon seit Jahren ausgeübt. Gerade kürzlich haben tierschützende Aktivisten wieder Schwäne vom Engelbecken zum Landwehrkanal transportiert, weil das im Engelbecken lebende Elternpaar, wie in den Jahren davor, anfing, seine Jungen aus dem begrenzten Lebensraum „wegzubeißen“.  Wasser ist ja im Moment im Engelbecken, der Jahreszeit entsprechend, ausreichend vorhanden. Ob seine Qualität sich verbessert hat und ob die vom Bezirksamt Mitte letzten Herbst in den Teich eingebrachten Röhrichtinseln von Nutzen sind, können wir als Laien schlecht einschätzen. Nur so viel: Die Gabionengitter auf den Inseln haben dem Druck der darauf sitzenden größeren Wasservögel nicht standgehalten und sind nun ziemlich demoliert. Auch das Röhricht scheint nicht so richtig zu gedeihen. Da sieht die Röhrichtinsel im Urbanhafen deutlich besser aus. 
     
     
      
     


    Röhrichtinsel im Urbanhafen. Foto: Petra Falkenberg

    Über den Wasserhaushalt an Land machen wir uns viele Gedanken. In den vergangenen drei Sommern haben wir uns – aufgefordert durch die Umweltämter - bemüht, möglichst viele Straßenbäume, die für unser Stadtklima so wichtig sind, mit ausreichend Wasser zu versorgen. Dabei haben wir größtenteils Hydranten angezapft. 

    So konnten bei festen Gießterminen viele Kubikmeter Wasser an Straßenbäume, z.B. am Heinrich-Heine-Platz, gebracht werden. Einzelne, die Wasser in Gießkannen oder Eimern zu „ihrem“ Baum tragen wollen, wenn sie gerade die Zeit dazu haben, fragen sich weiterhin, woher sie das Wasser nehmen sollen.  Das Anbringen von Gießsäcken hat sich u.a. aus diesem Grund nur teilweise bewährt. Manche Säcke wurden auch entwendet oder haben die Saison wegen Beschädigungen nicht überstanden. 

    Ein Problem ist andererseits, dass wir aus den Hydranten wertvolles Trinkwasser entnehmen, welches wegen starker Untergrundverdichtung oder verwilderter, vermüllter oder völlig fehlender Baumscheiben beim Gießen direkt in den nächsten Gully läuft. Die wenigen Notwasserbrunnen in der Luisenstadt muss man mit der Lupe suchen und von denen ist auch noch die Hälfte nicht nutzbar. Die Notwasserentnahmestellen mit den von Hand zu bewegenden Schwengelpumpen, die unabhängig vom Trinkwasserleitungsnetz Grundwasser fördern, werden aber dringend benötigt, nicht nur weil sie die Wasserversorgung aus Zivilschutzgründen garantieren, sondern auch Stadtnatur-Aktivisten in die Lage versetzen, Straßenbäume oder kleine grüne Oasen in Wohnnähe vor dem Vertrocknen zu bewahren. 

    Wir fordern deshalb von den Straßen- und Grünflächenämtern die dringende Sanierung und auch eine Erweiterung des Netzes der Notwasserbrunnen in der Luisenstadt.  

    Bis dies hoffentlich bald passiert, müssen wir uns etwas einfallen lassen. Vielleicht sollte man an mehreren Orten große Regentonnen aufstellen?  

    Ihre Ideen sind gefragt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

     PF
     
     
  • GRUN FÜR LUISE dankt allen fleißigen Helfern…

    Vielen Dank allen fleißigen Helfern, die kürzlich an einem Samstagvormittag unserem Aufruf zur Götterbaum-Razzia gefolgt sind.  Bei der Aktion des Bürgervereins Luisenstadt e.V.  konnten viele unerwünschten Sämlinge des hier nicht heimischen und stark wuchernden Gehölzes – im dritten Jahr in Folge – aus verwilderten Ecken öffentlicher Grünanlagen in der Luisenstadt erfolgreich entfernt werden.  20 Säcke Laub, vor allem von den durch die Miniermotte geschädigten Kastanien neben einem Spielplatz, kamen dann auch noch zusammen.

     

     
  • Info-Website des Umwelt- und Naturschutzamtes (Mitte) zum Engelbecken

    Die Info-Webseite des Bezirksamtes Mitte für das Engelbecken wurde freigeschaltet.
     
  • AG Grün für Luise

    Unsere AG Grün für Luise startet die Saison "Wir gießen mit Ihnen die Bäume in der Nachbarschaft". Termine im Programmkalender (rechts)

Beitragsseiten

 St Thomas Tambour Dezember

Der Tambour auf der St. Thomaskirche.
Trotz Winterbeginn wird bis zur Weihnachtspause noch viel Maurerarbeit in luftiger Höhe geleistet.

Volker Hobrack berichtet über den Fortschritt der spannenden Rekonstruktion der Kirche


Wie es begann


Wenn man heute - im November 2020 - vom Ostbahnhof kommend über die Schillingbrücke fährt, sieht man die markante Silhouette der Thomaskirche.

Man sieht auch bei näherer Distanz die Gerüste an beiden Seiten der Kirche, die bis über die Kuppel reichen...

St Thomas Laterne

Aber man sieht nicht mehr wie noch vor zwei Wochen die Laterne mit dem goldenen Kreuz. Erkennbar sind mehrere Bauarbeiter auf den oberen Gerüstetagen, die sich am Stummel der Laterne zu schaffen machen.

Hier oben bauen die Fachleute einer auf historisches Mauerwerk spezialisierten Baufirma die sogenannte Laterne ab, die mit 11 m Höhe schon selbst ein beachtliches Bauwerk war.

Der untere gemauerte Teil dieser Laterne war durch den Zahn der Zeit sehr schadhaft geworden. Abplatzungen der Formsteine und Mauerwerksrisse drohten zu einer Gefahr zu werden.

Das stählerne Kreuz trug mit seinen Schwingungen, verursacht durch Wind, ein Übriges zur Gefährdung der ganzen Konstruktion bei.

NL Nov 2020 ThomaskircheKreuz 600

Das Laternenkreuz der Thomaskirche, das als Foto unseren November-Newsletter zierte (siehe unten), steht nun im Parterre. Es wurde heruntergenommen und kann in der Kirche aus der Nähe bewundert werden.

Das Kreuz muss entrostet und mit neuer Goldfarbe versehen werden. Dafür bittet die Kirchengemeinde um Spenden. Entrosten, Verzinken und Vergolden ... der Kostenvoranschlag beträgt 6.500 Euro.

 



Nach komplizierter Demontage oben auf den Gerüsten haben es die Bauarbeiter in die Kirche transportiert und aufgestellt.


Weiterhin bauen die Bauleute den verbliebenen Mauersockel der Laterne ab, dokumentieren jede Lage der eingebauten Ziegel und Ringformsteine, um für die Neuerrichtung Angaben über Maße, Materialien und Befestigungssysteme berücksichtigen zu können.

In der Kirche steht man nun beeindruckt vor dem 3 m hohen Laternenkreuz. Es besteht aus einem Doppelrohrrahmen und wiegt ungefähr 150 kg. Die Oberfläche war mit einer Goldfarbe gestrichen, die jetzt mit rostigem Lochfraß übersät ist.

St Thomas Kreuz 

Zu ihrer Konservierung müssen Metallrestauratoren sie abstrahlen, verzinken und dann noch mit spezieller Goldfarbe wieder zu Glänzen bringen. Das kann in den nächsten Wochen geschehen, während der Rückbau und der Neubau des Mauerwerksockels der Laterne erfolgen. Erst nach fast fertiger Rekonstruktion kann das Kreuz wieder in seinen luftigen Standort eingesetzt werden.

Das Aufstellen des Laternenkreuzes jetzt innerhalb der Kirche soll auch dazu anregen, Spenden für die Minderung der hohen Kosten zu erbitten.

Nur für die Metallarbeiten am Kreuz selbst, die nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen und in der bisherigen Planung noch nicht berücksichtigt waren, werden mehrere tausend Euro Kosten entstehen.

Vielleicht ist die Vorweihnachtszeit eine gute Gelegenheit für ein zielgerichtetes Spenden.

Volker Hobrack


 St Thomas Kreuz Spende

Die Thomaskirche ist täglich von 10 Uhr bis 14 Uhr, manchmal bis 15 Uhr geöffnet.
Spenden können in der Kirche abgegeben werden, auf das Sparkassen-Konto der Kirche überwiesen oder auch über eine besondere "Kollekten"-Seite online gegeben werden.

Mehr: www.StThomas-Berlin.de und www.StThomas-Berlin.de/../../spenden

Thomaskirche Geruest 1

Lesen Sie auch: "Ein abenteuerliches Gerüst auf der Thomaskirche: Dach undicht"





Dezember 2020: Die Laterne der Thomaskirche entsteht neu


Die hohen Gerüstkonstruktionen an beiden Seiten der Thomaskirche kann man jetzt durch die blätterlosen Bäume erst richtig wahrnehmen. Fährt man mit dem Baustellenlift hoch, pfeift einem schon auf der Zwischenplattform der Wind um die Ohren.

Richtig zugig und kalt wird es auf der Arbeitsplattform über den Tambour in 44 m Höhe. Hier müssen das die Fachleute der Sanierungsfirma aushalten, denn sie wollen so bald wie möglich die Maurerarbeiten voranbringen. Frost, insbesondere andauernder Frost, würde einen Baustopp bedingen.

St Thomas Laterne Aussen

Das Mauerwerk der alten Laterne musste bis zum Formsteinring direkt über dem Tambour zurückgebaut werden, d.h. die Klinker abgebrochen und jede einzelne Ringschicht maßlich dokumentiert werden. Die Stabilität des Klinkersockels war auch ohne die metallenen Aufbauten Turmknauf und Kreuz nicht mehr gegeben.

Abplatzungen und Risse haben das optisch angezeigt. Bei der manuellen Überprüfung durch seitlichen Druck bestätigte sich der Verdacht der Instabilität. Also folgte der Rückbau des sichtbaren Laternenstumpfes, wobei jeder Eimer Schutt einzeln über die Plattformen zu den Bauliften getragen und hinab gefahren werden musste. Danach noch per Hand in den Schuttcontainer.

Der gleiche Aufwand ist für den Materialtransport nach oben erforderlich. Hier erfolgt der Wiederaufbau des Sockelmauerwerks auch schichtweise. Jede neue Klinkerlage wird originalgetreu wieder angelegt und auch dokumentiert, wobei sie jeweils einen geringeren Durchmesser aufweist und der dann entstehende Schaft sich konisch verjüngt.

St Thomas Laterne Laterne 800

Dann erfolgt auch wieder schichtweise das Aufmauern des äußeren Klinkerrings, der mit dem inneren durch Edelstahl-Bewehrungsstäbe verbunden wird. Außerdem werden vertikale Bewehrungsstäbe zwischen Innen- und Außenmauerring eingefügt und formschlüssig mit Mauermörtel umschlossen.

Wenn das Novemberwetter auch noch im Dezember anhält, können wir auf den Abschluss der Maurerarbeiten noch vor Weihnachten hoffen. Die danach erforderlichen Klempner- und Schlosserarbeiten sind nicht mehr so sehr wetterabhängig.

Volker Hobrack
1. Dezember 2020


 


Viel Arbeit noch vor der Weihnachtspause


Der Frost fordert Anfang Dezember Unterbrechungen der Maurerarbeiten. Wer wie die Kinder Winterwetter und Schnee erwartet, wird enttäuscht.

Doch für die Klinkerspezialisten auf dem Gerüst über dem Tambour sind die frostfreien Tage willkommen. Sie können die Zeit für das weitere Hochziehen des Mauersockels nutzen.

Das gestaltet sich schwierig, weil jede neue Schicht Mauersteine im Durchmesser um wenige Zentimeter kleiner ausgelegt werden muss.

St Thomas Tambour Dez 1

Die vertikale Verjüngung des Sockels bedingt, dass in jeder neuen Schicht die Klinkersteine um Millimeter kleiner gebraucht werden.

Das bedeutet, dass alle Steine mit der Trennscheibe auf Maß geschnitten werden müssen. Nur dadurch ergibt sich ein gleichförmiges Fugenbild und eine gleichbleibende Fugenbreite.

In diese Mörtelfugen werden dann die Bewehrungsstäbe eingelegt, die auch vorher auf ihre erforderlichen Längen zugeschnitten werden müssen. Sie geben den Halt für die äußeren Halbrundsteine, die in vertikaler Anordnung die Schmuckrippen bilden.

Das Zuschneiden der Klinkersteine mit der Trennscheibe macht neben Lärm auch enorm viel Staub. Er liegt überall auf der Gerüstplattform herum und färbt Rüstungsstangen, Bretterboden und Arbeitskleidung rotbraun.

Zum Glück nimmt der ständige Wind in 50 m Höhe einen Teil davon mit. Die Bauleute müssen ihn aber von der Außenseite des Mauersockels abbürsten. Erst dann können sie die außen liegenden Sichtfugen mit der Fugenkelle auffüllen.

St Thomas Tambour Dez 3

Diese Arbeitsschritte müssen nacheinander erfolgen. Bewegungsfreiheit ist auf dem höher angeordneten Podest nur für zwei Kollegen. Der dritte wird für Handreichungen und zum Zuschneiden gebraucht und muss in Abständen eimerweise Materialtransporte über die Gerüstlifte tätigen.

Man bekommt auch als Baufachmann großen Respekt vor dieser schweren und komplizierten Arbeit, zumal in luftiger Höhe.

Inzwischen ist die letzte Schicht unterhalb des Schmuckrings gelegt. Er bildet den vorläufigen Abschluss der diesjährigen Bauleistungen.

Die Weihnachtspause ist Bestandteil des tarifmäßigen Urlaubsplans.

Volker Hobrack
18. Dezember 2020


Fotos: Sebastian Hermsdorf für Büro Stark+Stilb Architekten // Volker Hobrack




Diaschau - Slide Show

Fotos: Sebastian Hermsdorf für Büro Stark+Stilb Architekten // Volker Hobrack


{jcomments off}