• Sommerfest 2022

     
     

    2022BonaPeiser 03Sommerfest 2022

    Liebe Freundinnen und Freunde der Luisenstadt,

    unser Bürgerverein feierte im Juni sein 31-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß fand - endlich mal wieder in Präsenz - auf dem Michaelkirchplatz ein kleines Sommerfest statt. Wir werden uns natürlich auch zukünftig für die Luisenstadt und ihre Menschen einsetzen. Ihr Interesse und ihr Engagement ist weiterhin herzlich willkommen. Sei es im Sommer beim Bäumegießen oder ab Frühherbst bei unseren Informations- und Mitmachveranstaltungen. Schauen Sie deshalb öfter mal in die Terminankündigungen hier auf dieser Website oder in unseren Quartalsflyer (liegt in Supermärkten und im Café am Engelbecken aus).

    Man sieht sich!

     

     
  • Einladung zum Ausstellungsbesuch

    Das 1968-Museum zur Deutschen Geschichte von 1945 bis heute.
     
    Gastgeber und Kurator: WIeland Giebel, Bürgerverein Luisenstadt e.V.
     
    Samstag 27. August 2022,  11.00 - 14.00 Uhr

    Treffpunkt: Berlin Story Bunker, Schöneberger Straße 23 A, 10963 Berlin
     
    2022BonaPeiser 03

    Im Berlin Story Bunker am Anhalter Bahnhof wurde kürzlich das "1968-Museum" eröffnet, das zeitlich an die seit 2017 bestehende Dokumentation "Hitler - wie konnte es geschehen" anschließt. Viele Besucher der ersten Ausstellung fragten: "Waren die Nazis nach 1945 weg? Wie wurde aus der Trümmerwüste Berlin diese schöne Stadt?". Die alten Nazis waren leider nicht weg. Sie saßen in Amtsstuben, Gerichten, im Militär, an Schulen und Universitäten. Das änderte sich in Westdeutschland erst nach 1968. Es entstanden Bürgerinitiativen, alternative Medien, Kinderläden, Frauengruppen. Die entscheidende Änderung kam auch weltweit, als Frauen in der Gesellschaft wirksam wurden und viele Menschen sich ehrenamtlich engagierten.

    Wieland Giebel, Kurator des Berlin Story Bunkers und langjähriges Mitglied des Bürgervereins Luisenstadt, lädt ein in die Ausstellung und freut sich auf eine kontroverse Diskussion.

    Eintritt frei (regulär: 12 €). Der Besuch dauert eineinhalb bis zwei Stunden. Anschließend Diskussion mit dem Kurator Wieland Giebel für die Mitglieder und Freunde des Bürgervereins, die die Ausstellung besucht haben. Treffpunkt um 11.00 Uhr vor dem Bunker mit kurzer Einführung über die Geschichte des Ortes.

     

     
  • Nachlese über die gelungene Ehrung von zwei herausragenden Frauen

    Ansprache von Ronald Pieper vom Bürgerverein Luisenstadt zur Einweihung der Gedenktafel für Thiede und Peiser vor dem ver.di-Gebäude.

     

    Foto:Beate Leopold 

    Sehr geehrter Herr Werneke, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde des Bürgervereins Luisenstadt, liebe Gäste!

    Dem Dank Herrn Wernekes an die beteiligten Personen, die an der Realisierung der Gedenktafel mitgewirkt haben, möchte ich mich im Namen des Bürgervereins anschließen. Ich möchte aber auch meinen Dank an Herrn Werneke und den Vorstand von ver.di zum Ausdruck bringen. Sie haben unseren Vorschlag, für diese beiden herausragenden Frauen eine Gedenktafel zu initiieren sehr zügig aufgegriffen und an Herrn Simon zur Realisierung des kleinen Projekts weitergeleitet. Daher auch noch einmal unseren Dank besonders an Herrn Simon, der in unkomplizierter Weise und sehr zielstrebig die Gedenktafel mit uns zusammen organisiert und geplant hat.

    Auf die besondere Bedeutung und die Leistungen von Peiser und Thiede hat Herr Werneke schon hingewiesen, ich möchte aber noch eine kleine Ergänzung hinzufügen, die die beiden Frauen – so unterschiedlich sie in ihrer politischen Auffassung auch waren – verbindet. Nur einen Steinwurf weit entfernt steht heute noch das Gebäude der ersten Gewerkschaft. Sie waren die ersten, die erkannt haben, dass Bildung auch ein Machtfaktor ist, und haben Bildungsvereine für ihre Mitglieder und die Arbeiterschaft ins Leben gerufen. Hier ist die Verbindung auch zu Bona Peiser zu sehen, die mit ihrem Wirken und der Einrichtung erster Leseräume und Bibliotheken auch das Ziel hatte, die Ärmeren und Ungebildeten an Bildung teilhaben zu lassen. Daher ist gerade dieser Ort hier – vor der Verdi Bundeszentrale - auch besonders prädestiniert, dieser beiden Persönlichkeiten zu gedenken und eine breite Öffentlichkeit über ihr Wirken aufzuklären. Die Buchhandlung im ver.di-Haus, mit einer Zweigstelle der Büchergilde Gutenberg ist auch Ausdruck des Wirkens dieser beiden Frauen.

     

     

    Foto: Beate Leopold 

     

    Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass der Bürgerverein Luisenstadt schon seit geraumer Zeit dieser beiden Frauen gedenkt bzw. auf ihr Wirken in der ehemaligen Luisenstadt hinweist. So hat unser langjähriger Vorsitzender Volker Hobrack als BVV-Mitglied und Vorsitzender der damaligen Gedenktafelkommission an der Umsetzung der Namensgebung der beiden Straßenzüge maßgeblich mitgewirkt. Auch Frauke Mahrt-Thomsen, Gründungsmitglied des Bürgervereins Luisenstadt, hat sich schon beruflich bedingt für Bona Peiser stark gemacht. Sie war jahrelang Leiterin der schon von Herrn Werneke erwähnten Stadtbibliothek in der Oranienstraße, die auf ihr Wirken hin den Namen Bona Peiser erhielt.

    So schließt sich der Kreis mit der Einweihung der Gedenktafel für Paula Thiede und Bona Peiser. Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit.         

     

     
  • Erfreulich: die Michaelkirchstraße soll ruhiger, grüner und klimafreundlicher werden und die Planungen kommen voran 

     

    Die Michaelkirchstraße ist Teil eines übergeordneten Grünzugs von der Spree über das Engelbecken und den Luisenstädtischen Kanal bis zum Urbanhafen. Um den von 10- und 11-geschossigen Hochhäusern gesäumten Straßenabschnitt im Bereich von der Köpenicker Straße bis zum Michaelkirchplatz aufzuwerten und eine Nutzung als grünen Aufenthaltsraum zu ermöglichen, wurde Ende März 2022 ein von den beauftragten Planungsbüros bgmr Landschaftsarchitekten und Gruppe planwerk erarbeitetes Planungskonzept im Sanierungsbeirat vorgestellt. Es sieht eine Umgestaltung der Straße als Fahrradstraße im Gegenverkehr entsprechend den Anforderungen des Mobilitätsgesetzes vor.  Dadurch und durch die Einengung der Fahrbahn soll unerwünschter Durchgangsverkehr verhindert werden. Durch zusätzliche Versickerungsflächen soll eine optimalere Regenwasser-bewirtschaftung gelingen und zur Entlastung des unterirdischen Mischwasserkanals bei Starkregen beitragen. An der östlichen Straßenseite soll eine neue Baumreihe angepflanzt werden. Die große Breite der Straße von über 50 Metern ermöglicht es, dieses Konzept umzusetzen, allerdings zu Lasten etlicher Autostellplätze, die z.Zt. noch beide Seiten der Straße säumen. Ungefähr die Hälfte soll durch die Umgestaltung wegfallen. 

    Vision für die Michaelkirchstraße. © bgmr Landschaftsarchitekten 

     

    Darüber gab es schon in der ersten Runde der Bürgerbeteiligung (Online Kiezspaziergang April 2021) lebhafte Auseinandersetzungen und Kritik von Anwohnern. In der im Oktober 2021 fortgesetzten zweiten Phase der Bürgerbeteiligung (Workshop) wurde die Kritik an wegfallenden Parkplätzen wieder deutlich formuliert vorgetragen. Gleichzeitig hatten jedoch mehrere Teilnehmer viele Aspekte der vorgestellten Planungsvarianten befürwortet und konkrete Vorschläge zu Verbesserung der Aufenthaltsqualität vorgetragen (Parkbänke, mehr Raum für Freizeitnutzung, Hochbeete, weniger Parkplätze, mehr Bäume, Wasserquellen  u.a.). Aus allen diesen Anregungen und den übergeordneten Vorgaben haben die Planer drei Ausführungsvarianten erarbeitet. Eine davon, die Variante 3, ist die oben genannte Vorzugsvariante vom März 22. Sie wurde allerdings dahingehend noch überarbeitet, dass mehr Parkplätze als ursprünglich angedacht erhalten bleiben.  Hier die wichtigsten Aspekte in Kürze:

     

    • - eine 6m breite Fahrstraße (statt bisher 9m) 
    • - Verringerung der Stellplätze von 165 auf 71      
    • - Baumreihe an der östlichen Straßenseite 
    • - Fahrradstraße mit Schild „Anlieger frei“ 
    • - Schließung der Melchiorstraße für Autos an der Ecke der Sechseckfläche (Michaelkirchplatz) 
    • - Fahrradstellplätze , Versickerungsmulden, Ruheplätze … 
    • - Stadtplatz am von der WBM geplanten Turmhaus-Neubau  Ecke Michaelkirchstraße /Köpenicker Straße
        als Erinnerungsort an die Gebrüder Lilienthal 

     

    Bevor die jetzige Vorzugsvariante in die Ausführungsplanung geht, ist ein Beschluss des Bezirksamtes notwendig. Eine Realisierung des Vorhabens könnte frühestens 2023 beginnen. 

    VH 

Beitragsseiten

 


Die Tour beginnt am U- und S-Bahnhof Jannowitzbrücke



Durch die Brückenstraße gelangen wir zur Rungestraße, benannt nach dem ehemaligen Berliner Stadtkämmerer Heinrich Runge (1817-1886).

In der Rungestraße 22-27 (1) befindet sich ein großer Gewerbekomplex mit Jugendstildekor an der Putzfassade. Er wurde 1906 auf dem Gelände eines Holzlagerplatzes an der Spree errichtet.

Das äußerlich einheitlich aussehende Gebäude enthält entsprechend den zwei Toreinfahrten getrennte Komplexe mit jeweils drei Höfen, die sich bis zur Spree erstrecken.

In Nummer 22/24 war von 1926-1952 die Zigarettenfabrik Josetti ansässig, deren Name noch das Haus schmückt. Danach Umnutzung als Gewerbehof mit vielen kleinen Betrieben. Jetzt befindet sich hier eine Senatsverwaltung.

In Nummer 25/27 gab es verschiedene Nutzer, vor allem textilverarbeitende Betriebe. Die Rekonstruktion und Nutzung für Wohn- und gewerbliche Zwecke ist vorgesehen.

Tour 10 Rungestrasze 500

Weiter geht es durch die schmale Ohmstraße (2)

Nur wenige der Wohnhäuser aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts haben den Krieg überstanden, ihr baulicher Zustand ist äußerst schlecht. Hier soll eine typische Straßenbebauung des vorigen Jahrhunderts wieder entstehen.

Der Weg führt durch die Köpenicker Straße am 1961 bis 1964 erbauten Heizkraftwerk entlang und kreuzt die Michaelkirchstraße. Von hier ist ein Blick auf die St.-Michael-Kirche möglich.