Die Luisenstadt im 19. Jahrhundert – ein Stadtteil macht Geschichte. Nicht Weltgeschichte, versteht sich, aber Berlin-Geschichte; die Luisenstadt wurde durch ihre Persönlichkeiten zur Schule der bürgerlichen Selbstverwaltung, wie sie durch die Steinsche Städteordnung den Kommunen in den preußischen Landen auferlegt worden war.

Weg vom fürsorglichen Verwaltungshandeln einer königlichen Obrigkeit, hin zur Selbstbestimmung in Wirtschaft, Sozialwesen und lokaler Politik und kirchlichen Angelegenheiten, das brauchte Mut, Einübung und Erfahrungswissen, das erst allmählich zu erwerben war.

Die Luisenstadt war ein junger Berliner Stadtteil, erst 1802 von der Köpenicker Vorstadt in den Rang einer ‚Stadt’ erhoben, vergleichbar der Friedrichstadt, der Wilhelmstadt und anderen Ausgründungen der alten Doppelstadt Berlin/ Kölln, mit eigener Verwaltung, die nun in Gestalt des damals üblichen Ehrenamtes wahrgenommen wurde. Die einzelnen Bereiche hatten ihre Bezirksvorsteher, ihre Sozialkommissionen, ihre Polizeireviere und die Serviskommissionen, die für die Einquartierungen und andere militärische Belange zuständig waren. Und vor allem auch die Kirchengemeinden der Luisenstadt, die von den Pfarrern, den Gemeindeältesten und den Vertretern des städtischen oder königlichen Patronats geleitet wurden.

Die Menschen, die diese Ämter ausübten, verliehen der Luisenstadt ihre politische, soziale und wirtschaftliche Charakter Eigenart, die für das Berliner Gemeinwesen stilbildend wurde: Luisenstädter prägten im ganzen 19. Jahrhundert die Berliner Stadtverordnetenversammlung, den Magistrat, das städtische Armenwesen und die aufstrebende Industrialisierung der späteren Hauptstadt des Deutschen Reiches.

Persönlichkeiten wie Heinrich Eduard Kochhann, Johann Friedrich Bachmann. Heinrich Runge, Friedrich Langerhans, aber auch Carl Kampffmeyer, Ludwig Späth, Hermann Schulze-Delitzsch, Paul Lincke wurden zu Ikonen der bürgerlichen Luisenstadt – am Anfang aber steht eine Königin, Luise von Preußen, die Gemahlin Friedrich Wilhelms III. die der jungen Stadt die Bürgerfahne stiftete und ihr den Namen gab.


Sa 7·Okt 2017: Die Kirche als Kunstgalerie - Rundgang durch St. Agnes

2012 zog die renommierte Galerie Johann König in die St. Agnes-Kirche in der Alexandrinenstraße.

Nun finden Ausstellungen für zeitgenössische Kunst in der 2005 entwidmeten Kirche statt. Erbaut wurde das mit seinen großen zementgrauen Kuben eher abweisend wirkende Ensemble 1964-67 vom Berliner Stadtbaudirektor Werner Düttmann.

Wir schauen uns diese Form der Kichen-Neunutzung auf einem geführten Rundgang genauer an.

Weiterlesen ...

Nun Ergebnisse: Konflikte in der Nördlichen Luisenstadt beforscht

Am Montag, den 25. September 2017 präsentierten Forscher der Humboldt-Uni die Ergebnisse einer fast einjährigen Forschung der "Nutzungskonflikte" im Sanierungungsgebiet "Nördliche Luisenstadt".

>>> Die Homepage der Betroffenenvertretung hat hier die Details zur dieser interessanten Bürgerversammlung.

Der offizielle Einladungsflyer sieht so aus ...:

Weiterlesen ...

Fr 22·Sept 2017: Bezirksforum im Rathaus Mitte

Der Stadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit und stellv. Bezirksbürgermeister Ephraim Gothe erinnert an die Einladung zum diesjährigen "Bezirksforum", das für Freitag, den 22. September 2017 im Rathaus Mitte angesetzt ist.

Die offizielle Einladung erging bereits im Juni an zahlreiche Bürgerinitiativen, Kiezgruppen, Stadtteilvereine und Stadtteilzentren, die sich aktiv für das Gemeinwesen engagieren, das Miteinander im Stadtteil stärken und so einen großen Beitrag zur Entwicklung des Stadtteils leisten.

Weiterlesen ...

"Luisenstädter" aus der Nachbarschaft sind wieder zum Stammtisch eingeladen

Zur Erinnerung - an jedem zweiten Dienstag im Monat trifft sich Initiatorin Rosie Kühne mit freundlichen Nachbarn zum Plauder-Stammtisch im Café "Kombrink" am Alfred-Döblin-Platz in der Dresdener Straße 27.

Nächster Termin: Dienstag 12. September 2017, ab 18:30 Uhr. Auch wer erst später kommen kann, ist herzlich willkommen.

Weiterlesen ...

August/September 2017: ecke köpenicker No. 5/2017 erschienen

Die fünfte ecke 2017 informiert u.a. mit diesen Themen:

Berlin Soup, die dritte - Suppe, Brot – und Unterstützung für ein Bürgerprojekt · Lilienthal auch im U-Bahnhof? Die BVG präsentiert Sanierungspläne am Runden Tisch · Auftakt in der Markthalle 9 - Ein Stadtforum neuen Typs debattiert Bürgerbeteiligung
Mehr Transparenz im Bezirk - Die neuen "Leitlinien für Bürgerbeteiligung im Bezirk Mitte" · Wen stört eigentlich was und warum? Ein Forscherteam untersucht die Nutzungskonflikte in der Nördlichen Luisenstadt · Neue Broschüre des Bürgervereins Luisenstadt - "Historischer Pfad Heinrich-Heine-Viertel" · Eisfabrik wird zu Eiswerk · Elektrische Postkutschen - Das Postfuhramt in der Melchiorstraße · u.a.m.
...

Lesen/Downloaden Sie diese neue Ausgabe und klicken Sie ...

Weiterlesen ...

Am Engelbecken - 360 Grad Rundumsicht

 

360 Grad Rundumsicht hier starten

360 Grad Rundumsicht hier starten