fraenkel flyer 1

UPDATE nach der Wahl

Der Bürgerentscheid gegen die Umbaupläne erhielt nicht die erforderlichen 20.000 Ja-Stimmen. Nur 12.833 Bürger votierten dagegen, 187.000 der Wahlbrechtigten taten es nicht. Klarer Sieg.

Mitte 2017 sollen die Arbeiten beginnen: das Fraenkelufer am Landwehrkanal soll barrierefrei werden, mit breiteren Wegen, Sitzmöglichkeiten und Fahrradbügeln. Ein Traum wäre es, wenn an der ehemaligen Einmündung des Luisenstädtischen Kanals in den Landwehrkanal  eben genau dieses städtische Denkmal wieder deutlich sichbar gemacht wird. Mit einer durchgehenden Parkanlage und Wanderwege bis zur Spree...

Tafel Luisenstädtischer Park Schmierereien 2016
Wieder hat es in der Luisenstadt wertvolle Geschichts-Tafeln getroffen. Zerstört am Eingang des Rosengartens. Beschmiert im Luisenstädtischen Kirchpark. Bitte, bitte ... Bürger, achtet auf Eure Grünanlagen. Und hindert mutwillige Zerstörer an ihrem Werk, vielleicht durch einfaches Ansprechen.
Bild oben: Volker Hobrecht vom Bürgerverein Luisenstadt beseitigt in einer persönlichen Aktion an einem Sonntag im Februar die bösartigen Grafitti-Schmierereien. Bild unten: Die Glasscheibe muss ersetzt und die Tafel schnellestens wieder geschützt werden. Wer bezahlt`s?

Engel Michael 535

Das Standbild des Erzengels Michael  steht auf dem Glockenturm der St. Michaelkirche. Dort steht die 4 Meter hohe Skulptur des Bildhauers August Kiß seit Fertigstellung des Kirchbaus 1856: Michael mit hochgereckten Flügeln tötet mit dem Kreuz den zu Füßen liegenden Drachen.
Errichtet wurde die katholische St. Michaelkirche durch den Architekten August Soller, einem Schinkelschüler.

Schwanenhaeuschen Rettung 2015

Heute, am Montag, den 18. August 2015, wurde das wiederholt umgekippte Entenhäuschen am Engelbecken in der Luisenstadt von freiwillig helfenden Anwohnern in einer beherzten Aktion wieder aufgerichtet.

Genutzt wird das Entenhäuschen vorzugsweise von dort lebenden Schildkröten, die sonst kaum eine Möglichkeit haben, mal irgendwo aus dem Wasser zu klettern. Obendrauf sitzt dann häufig ein Graureiher und vervollständigt das Bild zufällig ;-).

Mehr und ein Filmtipp für den September: Dokumentartfilm "Engelbecken" in der Brotfabrik ...

schwanenhaus aufstellung collage
Vielleicht haben Sie es gar nicht mitbekommen - und die Tat gesehen hat wohl auch niemand - aber am Himmelfahrts-Wochenende 2014 haben mal wieder offensichtlich testosteron-gesteuerte Jugendgruppen unser schönes, historisch nachgebautes Schwanenhäuschen im Engelbecken geentert und gekentert!
Der Bürgerverein und seine Freunde beugt sich jedoch keinesfalls diesem Vandalismus, der leider in schöner Unregelmäßigkeit immer wieder passiert.

In einem wahren, gemeinschaftlichen Kraftakt wurde das Schwanenhäuschen wieder in seine Position gebracht und gesichert. Schauen Sie sich unser aktuelles 360° Grad Panorama Foto vom Engelbecken bis zum Michaelkirchplatz an ...

Am Pfingstsamstag, den 7. Juni 2014, lief im rbb Berlin in der Reihe HEIMATJOURNAL erstmalig eine ganze Folge mit dem Thema "Der Luisenstädtische Kanal und seine Umgebung".heimatjournal mediathek screenshot

Das Konzept dieser empfehlenswerten Sendereihe sieht vor, jeweils auch einige Anwohner des Kiezes zu Wort kommen zu lassen. Und das sind in dieser Sendung Dr. Klaus Duntze, Volker Hobrack (Bild), Ina Stengel und Elisabeth Masé (alle Bürgerverein Luisenstadt). Weitere Protagonisten aus der Luisenstadt sind der alteingessene Kuchenkaiser, Susanne Müller von "44 Spaces", Ute Langkafel von Mai.Foto und Naciye Kilic in ihrer Chocolateria.

Aufgenommen am 4.4.2013 Wer kennt die Szenen nicht, wenn bei schönem Wetter am Engelbecken, die kleinen Kinder Steinchen (Handvoll) ins Wasser schmeißen. Lustvoll. Papa oder Mama freuen sich mit den Lieblingen. In der Nacht zum Donnerstag waren große Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene da und schmissen Tische, Stühle und Bänke in das Wasser. Lustvoll, vielleicht.

umfassendes Standardwerk zum Luisenstädtischen Kanal

Mit Herzblut geschrieben - DAS Referenzbuch über das Herz der Luisenstadt.

Der Luisenstädtische Kanal wurde seit 1845 gebaut. Er wurde in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme angelegt und 1852 eingeweiht. Der Kanal erfüllte damals zwei Funktionen: erstens entwässerte er das durch Spreehochwasser bedrohte Umfeld und zweitens diente er als Transportweg für den neu entstehenden Stadtteil. Die Redensart „Berlin ist aus dem Kahn gebaut“ trifft hier wirklich exemplarisch zu. Mit den so genannten „Kaffenkähnen“ schaffte man alles Baumaterial heran, vom Mauerstein bis zu Sand und Kalk für Mörtel, vom Deckenbalken bis zur Schüttung vom Pflasterstein bis zum Kantstein. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war die Bebauung seines Einzugsgebietes jedoch abgeschlossen. Und immer mehr erwies sich das brackige Kanalwasser als übel riechendes Ärgernis.

Also verfüllte man ihn, teils mit dem Schutt der neuen U-Bahnlinie, und der reformbewegte Gartenplaner Erwin Barth erhielt schließlich den Auftrag zur Umgestaltung in eine Gartenanlage. 1929 war die Einweihung. Der extrem dicht besiedelte Stadtteil hatte eine Oase, Kinder geschützte Spiel- und Freiräume und Erwachsene ihre Orte der Erholung.

Natürlich blieb diese Idylle vom Zweiten Weltkrieg nicht verschont, doch der schlimmste Schaden entstand ihr 1961 durch die Teilung der Stadt. Wo der Kanalzug die Bezirksgrenze zwischen Kreuzberg und Mitte markierte, errichtete die DDR die Mauer; man verfüllte und planierte ihn und schnitt auch hier Luisenstadt entzwei. Krasser konnte der Funktionsverlust nicht ausfallen: vom Verkehrsweg zum Sperrgebiet, vom Erholungsgebiet zur Wüste.

Auf Kreuzberger Seite war der Kanalzug noch sichtbar, führte allerdings ein (Mauer-) Schattendasein. Bezirk und IBA taten in den 1980er Jahren das Mögliche um ihn behutsam zu sanieren oder ihm eine Kur zu verpassen, die dem Zeitgeist entsprach. Die markanteste Umgestaltung geschah an seinem südlichen Ende.

Nach dem Fall der Mauer taten sich jedoch ganz neue Perspektiven auf. 1991, in einer „Hauruck-Aktion“ wie sie nur in Zeiten des Umbruchs passieren kann, pflanzten Bezirk und Umweltsenat die Lindenreihen entlang des Bethanien-, Engel-, Leuschner- und Legiendammes. Danach war die andere Option, nämlich Ausbau zur großen Ost-West-Autotrasse, aus der Welt geschafft.

In Sondierungsgrabungen mit der Gartendenkmalpflege entdeckte man einen Großteil der Kaimauern, aber auch große Teile von Treppen-, Brunnen und Beckenanlagen. Es folgte die mutige Entscheidung für eine Rekonstruktion des Rosengartens und des Immergrünen Gartens, dann des Waldpflanzengartens und des Engelbeckens. Weiteres erfahren Sie in den folgenden Abschnitten oder noch besser - bei einem Spaziergang durch den Ehemaligen Luisenstädtischen Kanal.

Mehr Besucher als erwartet füllen den Vortragssaal der WGB Berolina am 22. Februar 2012.

Vortrag Dr. Klaus Duntze über den Luisenstädtischen Kanal

Zusätzliche Stuhlreihen werden aufgestellt, damit jeder einen Platz findet. Das Thema des Lichtbildervortrags ist spannend.

Die Geschichte des Kanals und die vielen Geschichten drumherum interessieren nicht nur die Nachbarn rund um das Engelbecken. Unter den mehr als 70 Menschen auch Hinrich Baller, der Berliner Architekt und Landschaftsplaner, der den südlichen Teil des Luisenstädtischen Kanals “jenseits der Akzisemauer“, wie er sagt, neu gestaltet hat.

Anderthalb Stunden erzählt Duntze die Geschichte des Kanals vom ersten, schwungvollen Federstrich des Kronprinzen Friedrich-Wilhem (IV.) bis hin zu den Graffitis am Engelbecken heute. Die Attraktivität dieser Grünanlage mit Teich, Rosengarten, Fontainen und Café hat sich in Berlin herumgesprochen. Hier im Bürgerverein wollen die Besucher mehr erfahren.

Volker Hobrack, Vorsitzender des Vereins, leitete das Treffen, Michael Rädler sorgt für die perfekte Technik.

Klaus Duntzes Buch gilt schon jetzt als Standardwerk. Auch die 2. Auflage ist bald vergriffen.

 

Am Engelbecken - 360 Grad Rundumsicht

 

360 Grad Rundumsicht hier starten

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Leseprobe: Neue Broschüre "Der Historische Pfad im Heinrich-Heine-Viertel"


  • Diese unsere Broschüre "Historischer Pfad Heinrich-Heine-Viertel" liegt nun fertig gedruckt zum Mitnehmen vor! Schutzgebühr 5 Euro, bei Zusendung plus Porto. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Auf Initiative der Wohnungsbaugenossenschaft BEROLINA hat sich 2015 die AG Historischer Pfad zusammengefunden, bestehend aus Teilen der AG Geschichte des Bürgervereins und den Künstlerinnen von transferNet | „Virtuelle Mauer ZeitLabor“ im Heinrich-Heine-Viertel (2014).

    Zur Geschichte des früheren Neanderviertels und heutigen Heinrich-Heine-Viertels wurden vielfältige Fragmente zusammengetragen. Wie bei einer archäologischen Ausgrabung wurde in die „zeitliche Tiefe“ gegraben und aus dem gefundenen Material für zunächst fünf Standorte der Historische Pfad durchs Heinrich-Heine-Viertel entwickelt.

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    Der Bürgerverein Luisenstadt unterstützt den Offenen Brief wg. Engelbecken-Vernachlässigung

    Die im Offenen Brief von Anwohnerin Liane Bruckhaus und dem Betreiber des Cafés am Engelbecken, Cheena Riefstahl, genannten Beschwerdepunkte sind in jeder Einzelheit schlimm genug und völlig berechtigt.
    Ähnliche Beschwerden führen wir vom Bürgerverein seit Jahren gegenüber dem Bezirksamt. Es ist schon ein Erfolg vom Grünflächenamt beim Bezirksamt Mitte (Fr. Tielscher) überhaupt eine Antwort zu bekommen.

    Das Grundübel bei allen Grünanlagen sind die sehr knappen Instandhaltungskosten bzw. Pflegekosten.

    Unser Verein hat 2015 die Ferdinand-von-Quast-Medaille bekommen für unsere Bemühungen um das Engelbecken. In meiner Erwiderungsrede zur Auszeichnung habe ich ausdrücklich mehr finanzielle Mittel für Instandhaltung und Pflege gefordert, da die in keinem angemessenen Verhältnis zu den Investitionskosten stehen. Darauf gehen weder das Landesdenkmalamt noch die einschlägigen Behördenabteilungen im Bezirksamt und im Senat ein.

    Trotzdem wollen wir weiter dran bleiben und unterstützen jegliche konkreten Forderungen zur Verbesserung der Wasserqualität, zur Beseitigung von Vandalismusschäden, zur Beseitigung von Graffity u.a. gern.

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    Bürgerfest 2017: Kiez-Quiz - Kennen Sie die Luisenstadt?

    Auch in diesem Jahr können Sie auf unserem Sommer- und Bürgerfest an unserem beliebten Bilderquiz-Gewinnspiel teilnehmen.

    Für Sie veröffentlichen wir das Quiz hier schon mal online und Sie können schon zu Hause knobeln. Bitte reichen Sie Ihre Lösung während unseres Sommerfestes am Freitag, 30. Juni 2017, am Stand des Bürgervereins ein.

    Wieder gibt es für die Einsender der richtigen Lösung attraktive Bücher zur freien Auswahl. Etwa um 18 Uhr wird die Reihenfolge der "Bücher-Ziehung" ausgelost.

    [Das Bild größer anschauen]

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    Neu: Unser Veranstaltungsprogramm bis Dezember 2017

    Informieren Sie auch Ihre Freunde und Bekannte - alle Veranstaltungen des Bürgervereins Luisenstadt sind kostenfrei.

    Alle Veranstaltungen, Orte und Termine finden Sie hier im Print-Flyer sowie auch aktuell und ausführlich auf unserer Website ...

    Wir beginnen das Veranstaltungsprogramm des Bürgervereins im September 2017 mit einer Ausstellung der Alten Eisfabrik im Rahmen des diesjährigen Denkmaltages. Im Oktober besuchen wir die in eine Galerie umgewandelte Kirche St. Agnes, im November gibt es einen Vortrag zur Geschichte der Anfänge der Luftfahrtindustrie, die Otto Lilienthal in der Luisenstadt begründet hat, und im Dezember statten wir dem Bäckerei-Kollektiv "Die Backstube" in der Wassertorstraße einen Besuch ab.

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    Foto-Galerie: Die Heinrich-Heine-Siedlung im Aufbau der 60er Jahre

    Die ersten Jahre - die Heinrich-Heine-Siedlung entsteht

    Frau Ingeborg Bunke aus der Annenstraße stellte uns freundlicherweise diese seltenen Bilder zur Verfügung. Zeigen die mehr als 50 Jahre alten Bilder die geteilte Luisenstadt nun vor oder hinter der Grenze? Eine Frage des Betrachter-Standortes. Sie zeigen die Jahre kurz nach dem Aufbau der Heinrich-Heine-Siedlung auf dem Gebiet der völlig vom Krieg zerstörten Luisenstadt und die ersten Tagen, nachdem dort Bewohner und das Leben dort einzog. Ein absoluter Kontrast sind diese Bildmotive zur Luisenstadt auf der anderen Seite der Mauer, wo Kreuzberg SO 36 der Gefahr des völligen Abbruchs entgegen dümpelte.

    Foto-Galerie anschauen: Heinrich-Heine-Siedlung - 60er Jahre

    Vergrößern durch Klick auf die Bilder in der Bilderschau.

    Fotos: Privatarchiv Bunke / Bürgerverein

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