Das INSEK (Integriertes Stadtentwicklungprojekt) ist ein Planungsinstrument des Senats bezirksübergreifenden Verbesserung der Infrastruktur in der Luisenstadt. Beauftragtes Büro ist Herwarth und Holz. Zur Bürgerbeteiligung gab es bereits zwei Veranstaltungen, die dritte findet am 1. Dezember um 17 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Sitzungssaal der BVV in der Parrochialstraße 3 in 10179 Berlin.
Aus Anlass der unbefriedigen Verkehrssituation und unterschiedlicher Lösungsvorstellungen hat sich der Bürgerverein auch intern mit diesem Thema befasst.
Hierzu gab es am 03.11.2009 im Gemeindesaal von St. Thomas, Bethaniendamm eine Diskussionsveranstaltung des Bürgervereins Luisenstadt e.V. mit der AG Verkehr des Vereins.
Die Begrüßung und Moderation übernahm Volker Hobrack. Verlauf und Kernpunkte sind nachstehend zusammengefasst:
Einleitend gab Herr Hobrack eine Darstellung aktueller Verkehrsvorhaben des INSEK (Integriertes Stadtentwicklungsprojekt) anhand der Pläne des Planungsbüros Herwarth und Holz. Beabsichtigt ist eine Sondierung der Meinungen des Vorstandes, der AG Verkehr und interessierten Vereinsmitgliedern zu den aktuellen Verkehrsfragen. Adressaten dieser Meinungs-äußerung sind die INSEK-Verantwortlichen und die Öffentlichkeit, in der Erwartung, dass die Verkehrsplanungsziele des Bürgervereins in das INSEK integriert werden.
Nach der Diskussion wurden die Kernpunkte auf zwei Bögen aufgelistet, um zu erkennen, in welchen Belangen der Verein einheitlich und nachdrücklich Verbesserungen fordert (Konsenspunkte) und wo divergierende Meinungen herrschen (Dissenspunkte).
1.) KONSENSPUNKTE BV:
a) Beschränkung der Straßen mit übergeordneter Bedeutung und 50km/h auf lediglich
3 Straßen:
Köpenicker Straße, Prinzenstraße, Heinrich-Heine-Straße und Oranienstraße (westlich vom Moritzplatz)
b) Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 km/h:
- die Trasse Neue Roßstraße – Annenstraße – Heinrich-Heine-Platz – Michaelkirchplatz –
Bethaniendamm/Engeldamm- bis Köpenicker Straße
- Brückenstraße bis Jannowitzbrücke
- Oranienstraße zwischen Oranienplatz und Moritzplatz
- Adalbertstraße zwischen Kottbusser Tor und Köpenicker Straße
- generell für alle anderen Wohngebietsstraßen (im Plan gelb gezeichnet)
ZUSÄTZLICH: bei Bedarf weitere, den Durchgangsverkehr erschwerende Baumaßnahmen
c) Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 10 km/h:
- für Erschließungsstraßen, insbesondere in Blockinnenräumen; (Beispiel: Schmidtstr. Ausgewiesen Tempo 10;
es wird Tempo 30 gefahren; auf Einhaltung ist besser hinzuweisen/muss stärker umgesetzt werden)
- Schrittgeschwindigkeit sollte auf einigen Wohngebietsstraßen reichen;
Einzelabstimmung im Rahmen des INSEK
d) sonstige Maßnahmen:
- Ergänzung/Schaffung von Fahrradstreifen auf allen übergeordneten Straßen,
auch auf Michaelkirchstr. und an der Michaelbrücke
- Verbesserung ÖPNV: Verbesserung der Frequenz des Bus 347 bis mindestens 22 Uhr und an den
Wochenenden
- Neue Verkehrserschließungen:
- Wiederaufbau der Waisenbrücke als Fahrrad- und Fußgängerbrücke
- Sebastianstraße
- Stallschreiberstraße wird reaktiviert; über ihre Funktion herrscht noch Dissens (siehe unten) Abführung des
Verkehrs ringförmig ev. Über Kommandanten-straße; die Funktion des Kolonnenweges muss im Rahmen
des Bebauungs-planes geklärt werden (siehe "Wohnen am Luisenstädtischen Kirchpark")
2.) DISSENSPUNKTE:
- Öffnung Stallschreiberstraße als Durchwegung zwischen Mitte und dem Südosten Berlins?
- Im Gebiet Gartenstadt Luisenstädtischer Kirchpark und Heinrich-Heine-Siedlung sowie Otto-Suhr-Siedlung
Verkehr eine Ringerschließung ermöglichen oder weitere Erschließung mit Tempo 30 km/h zulassen?
- Versetzte Kreuzung Heinrich-Heine-Straße – Annenstraße belassen und Linksabbiegerspur Richtung
Brückenstraße einrichten oder begradigen?
- Öffnung Dresdener Straße am Döblinplatz?
- Parkraumbewirtschaftung?
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Rückblick -
Bürgerversammlung zum INSEK (integriertes Stadtentwicklungskonzept)
am Dienstag, den 20.10.2009 von 18 bis 20 Uhr in der
St. Michael-Kirche in der Waldemarstraße 8-10 in Berlin-Kreuzberg
Einladung - Flyer als PDF
Dienstag, 29. September 2009
Mitgliederversammlung des Bürgervereins Luisenstadt e.V.
In der Mitgliederversammlung des Bürgervereins Luisenstadt e.V. stellte das Büro Herwarth und Holz seine vorläufigen Ergebnisse zum Rahmenplan für das INSEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) zur Luisenstadt vor.
Die AG Verkehr, vertreten durch Thomas Albrecht, stellte die aktualisierte Position der AG Verkehr zur Luisenstadt vor (Die Vortragsfolien im PDF-Format, 61 KB) . Die Diskussion um Infrastrukturverbesserungen und verträgliche Verkehrspolitik soll weiter vertieft werden.
Weitere Links:
www.berlin.de/buergeraktiv
www.oranien-strasse.de
Die Luisenstadt hat viele Kleinode.
Eines davon liegt noch im Dornröschenschlaf in der Köpenicker Straße 40/41: Es ist die denkmalgeschützte Eisfabrik.
Die Eisfabrik ist stark vom Verfall bedroht, doch die Bewohner des Vorderhauses und der Bürgerverein Luisenstadt setzen sich für ihren Erhalt ein. Gemeinsam sind wir bereits bei Stadtrat Epraim Gothe vorstellig geworden um die Substanz zu sichern und eine geeignete neue Nutzung anzuregen.
Widerstand gibt es allerdings vom derzeiten Eigentümer TLG, denn der favorisiert den Abriss und eine lukrative Neuverwertung.
Wir hoffen, es gelingt diese schlafende Schönheit wachzuküssen.
Siehe auch: www.berlin-eisfabrik.de
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