Luisenstadtkirche Die Luisenstadt-Kirche war der erste steinerne Kirchenbau auf dem Köpenicker Feld im alten Berlin. Seit dem Bau im Jahr 1753 stand sie dort bis 1945. Beim großen Bombenangriff auf die Luisenstadt kamen am 3. Februar in den Kellergewölben der Kirche mehr als 60 Menschen, überwiegend Kinder, ums Leben. Die Ruine wurde im Jahr 1964 wegen der Grenznähe gesprengt.

Nach seiner Auflassung wurde der Friedhof ein Park für die Gemeindemitglieder und in den 30er Jahren von der Stadt Berlin als öffentliche Grünfläche übernommen.

Nach dem Krieg wurde er Standort einer Grundschule, nach dem Mauerbau Teil des Grenzstreifens. Heute befindet sich dort eine Grünfläche, deren gewachsener Pflanzenbestand einen schattigen kleinen Erholungspark entstehen ließ. Der Bürgerverein Luisenstadt weist seit 2002 mit einer Stele und einer Informationstafel auf die Geschichte dieses Ortes hin.

Standort:
Luisenstädtischer Kirchpark zwischen Stallschreiberstraße, Alte Jakobstraße und Sebastianstraße

Die geplante Wiederherstellung der Wohnbebauung an der Stallschreiberstraße und an der Alten Jakobstraße wird viele neue Anwohner in die Luisenstadt bringen, der Luisenstädtische Kirchpark damit noch sichtbarer und attraktiver werden. In dem erfolgreich durchgeführten Projekt “Schüler graben nach der Luisenstadt-Kirche” wurden in den Jahren 2008 und 2009 punktuell die Grundmauern und der Eingangsbereich nachgewiesen und vermessen. Eine Möglichkeit zur Fortsetzung der Grabungen durch das Landesdenkmalamt besteht zur Zeit nicht.

Um die Bedeutung dieses Kirchenstandortes deutlicher zu machen und für Anwohner und alle Berliner einen attraktiven Geschichts- und Erholungsort zu schaffen, lädt der Bürgerverein alle Interessierten ein, sich an der Ausgestaltung des Bodendenkmals zu beteiligen. Anregungen sollen die rechts genannten Ideen geben. Das Projekt kann nur in Partnerschaft mit dem Bezirk und dem Landesdenkmalamt durchgeführt werden, um deren Unterstützung wir bitten.

Der Vorstand des BÜRGERVEREINS LUISENSTADT

Zerstört und geschleift
Am 3. Februar 1945 ging die Luisenstadt im Bombenhagel unter. Ihre Kirche brannte aus, in den Gewölben kamen 60 Menschen, meist Kinder, ums Leben. Wegen der Lage im Grenzgebiet verwehrten die Behörden den Wiederaufbau. 1964 wurde die Ruine gesprengt. Die verbliebenen Gemeindemitglieder wurden in die benachbarten Ost- und West-Gemeinden aufgenommen. Bei der Neugestaltung des Parks am Grenzstreifen ebnete die Stadt die Kirchenreste völlig ein. Nach der Wende wurden die Fundamente in der Erde zum Bodendenkmal erklärt. Nun soll die Luisenstadtkirche wieder sichtbar werden.


Diese Liste der bisherigen Ideen zur Ausgestaltung des historischen Standorte ist offen für weitere Vorschläge:
• Die Grundstruktur des Kirchengebäudes wird durch bodenbauliche Maßnahmen wie einem Steinplatten- oder Pflasterband sichtbar und begehbar gemacht
• Eine parkgerechte Bepflanzung bspw. durch halbhohe Hecken kann die Räumlichkeit des Gebäudes andeuten
• Eine Ausstattung des Parks mit symbolischen Sitzbänken erinnert in der Anordnung und Dimension an die historische Innenausgestaltung der Luisenstadt- Kirche
• Die vorhandene Stele wird durch Gedenktafeln ergänzt
• Ein archäologisches Fenster gibt Einblick in die noch vorhandene Kellergruftstruktur der Kirche
• Ein künstlerisch gestaltetes Objekt lässt das Denkmal auch aus der Entfernung entdecken

Einen ersten Entwurf zur Neugestaltung mit einer vorläufigen Kostenschätzung bietet eine Planungs-Dokumentation der Firma HORTEC.

Kommentare   

0 #1 Bürgerverein 2015-11-28 19:07
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